Stand: 29.12.2020 13:04 Uhr

Alan Gilbert, Gautier Capuçon & Anna Prohaska

Alan Gilbert und das NDR Elbphilharmonie Orchester trafen auf Gautier Capuçon und Anna Prohaska. Auf dem Programm standen Dvořáks Cellokonzert in h-Moll und Mahlers Sinfonie Nr. 4.

VIDEO: Gautier Capuçon, Anna Prohaska & NDR Elbphilharmonie Orchester (104 Min)

IM LIVESTREAM: Fr, 18.12.2020 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Alan Gilbert Dirigent
Anna Prohaska Sopran
Gautier Capuçon Violoncello
NDR Elbphilharmonie Orchester

ANTONÍN DVOŘÁK
Violoncellokonzert h-Moll op. 104
GUSTAV MAHLER
Sinfonie Nr. 4 G-Dur

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Antonín Dvořák: "Ein Cellokonzert wie dieses"

Er gilt als einer der weltweit führenden Vertreter seines Faches und sorgt kontinuierlich mit seinen Aufnahmen und Konzerten für Aufsehen: der französische Cellist Gautier Capuçon. Im Dezember kehrt er nach längerer Zeit zum NDR Elbphilharmonie Orchester zurück und interpretiert unter der Leitung von Chefdirigent Alan Gilbert - an Stelle des eigentlich geplanten Elgar-Stücks - das wahrscheinlich beliebteste Cellokonzert aller Zeiten.

Porträt: Cellist Gautier Capuçon mit seinem Instrument © Gautier Capuçon Foto: Gregory Batardon
Der französische Cellist Gautier Capuçon spielt ein Instrument von Matteo Goffriler aus dem Jahre 1701.

Das h-Moll-Werk von Antonín Dvořák ist bis heute ein unübertroffener Klassiker des romantischen Repertoires, inspirierte zahlreiche nachfolgende Komponisten und ist für Cellisten nicht irgendein Cellokonzert, sondern schlichtweg DAS Cellokonzert. Seinen einprägsamen Melodien und gewaltigen sinfonischen Entladungen, seiner fesselnden Virtuosität und überwältigenden Emotionalität kann sich niemand entziehen. Selbst Johannes Brahms war auf seinen jüngeren Komponisten-Freund neidisch: "Warum habe ich nicht gewusst, dass man ein Cellokonzert wie dieses schreiben kann?", soll er nach einem Blick auf die Partitur Dvořáks ausgerufen haben.

Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 4: "ganz klassisch"

Eine Sinfonie von Gustav Mahler in Corona-Zeiten? Ist das möglich? Ja, sollte es, sind Chefdirigent Alan Gilbert und seine Musiker überzeugt. Und wenn ein Werk aus dem monumentalen Schaffen des großen Weltanschauungsmusikers dafür geeignet ist, dann natürlich die Vierte Sinfonie. Bewusst hielt Mahler sie nach seiner ausufernden Dritten ganz "klassisch", in den Dimensionen wie auch in der Besetzung. So verzichtete er hier etwa ganz auf die Posaunen, beließ die Spieldauer bei etwas unter einer Stunde - und erreichte dennoch auch mit weniger Mitteln jene packende Intensität, wie man sie von ihm gewohnt ist.

"Vom himmlischen Leben"

Das Ergebnis ist eine nur auf den ersten Blick "kleine", "unschuldige" Sinfonie, ein "Als-ob von der ersten bis zur letzten Note", wie Theodor W. Adorno treffend charakterisierte. "Es ist die Heiterkeit einer höheren, uns fremden Welt darin, die für uns etwas Schauerlich-Grauenvolles hat. Im letzten Satz erklärt das Kind, wie alles gemeint sei", erläuterte der Komponist selbst den zwischen nostalgischer Naivität und abgründiger Groteske schwankenden Tonfall seiner Vierten. Die Rolle des "Kindes", das im vierten Satz vom paradiesischen "himmlischen Leben" erzählt, übernimmt in Hamburg die auf Opern- und Konzertbühne weltweit gefragte Sopranistin Anna Prohaska.

Zur Erstattung der Ticketpreise

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