Stand: 28.04.2020 11:00 Uhr

Visions S01E02: SWR Symphonieorchester

Der Große Saal der Elbphilharmonie in Hamburg © picture alliance/dpa Foto: Waltraud Grubitzsch
Das SWR Symphonieorchester kommt mit einem spannenden Programm in den Großen Saal der Elbphilharmonie.

Wenn es um aktuelle Musik geht, darf das SWR Symphonieorchester nicht fehlen. Zur Biennale der Neuen Musik bringt es ein spannungsreiches Programm zwischen Überfluss und Minimalismus auf die Bühne der Elbphilharmonie. Dirigent Pablo Rus Broseta und Pianist Christoph Grund haben Stücke von Franck Bedrossian, Steve Reich und Zeynep Gedizlioğlu im Gepäck.

Visions S01E02
Sa, 20.02.2021 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

SWR Symphonieorchester
Pablo Rus Broseta Dirigent
Christoph Grund Klavier

FRANCK BEDROSSIAN
Neues Klavierkonzert
STEVE REICH
Drumming Part One
ZEYNEP GEDIZLIOĞLU
Neues Werk für Orchester

In Kooperation mit HamburgMusik

In meinen Kalender eintragen

Programm im Hier und Jetzt

Unter den deutschen Rundfunkorchestern genießt das SWR Symphonieorchester vielleicht den besten Ruf in Sachen aktueller Musik. Keine Frage also, dass sich das Ensemble gleich auf den vorderen Plätzen der Gästeliste zur neuen Biennale "Elbphilharmonie Visions" findet.

Ganz nah dran am Hier und Jetzt ist auch das Programm des Konzerts, das zwei brandneue Werke des Franzosen Franck Bedrossian und der Deutschtürkin Zeynep Gedizlioğlu präsentiert.

Sättigung und Minimalismus

Biennale
Blick auf die gewellten Glastüren der Elbphilharmonie.  Foto: Michael Zapf

Festival: "Elbphilharmonie Visions"

Mit "Elbphilharmonie Visions" bekommt der Prachtbau an der Elbe jetzt eine Biennale mit Musik für das 21. Jahrhundert. Das neue Festival dauert zehn Tage und findet alle zwei Jahre statt. mehr

Kennen Sie "Saturation"? Gemeint ist nicht etwa das Völlegefühl nach dem Essen, sondern ein musikalischer Fachbegriff, mit dem Franck Bedrossian bekannt wurde. Im Prinzip geht es aber um dasselbe: einen vollgedeckten Tisch im Orchester gewissermaßen. Gehäufte, übermäßige Klänge und Energieströme sind für die "Saturationisten" ganz natürliche Wesenszüge heutiger Musik. Genug Appetit sollte der Pianist Christoph Grund für Bedrossians neues Klavierkonzert also mitbringen.

Bei Steve Reich ist dafür das glatte Gegenteil gefordert: Nicht Überfülle, sondern größtmögliche Reduktion erstrebt die "Minimal Music", für die "Drumming" von 1970 ein Paradebeispiel ist. Den Schlusspunkt setzt der spanische Dirigenten-Newcomer Pablo Rus Broseta mit einer Novität der preisgekrönten Rihm-Schülerin Zeynep Gedizlioğlu.

Orchester und Chor