Unsuk Chin: Porträtkonzert I

Unsuk Chin studierte in Hamburg bei György Ligeti Komposition. In der Saison 2019/2020 ist sie Residenzkomponistin des NDR.

Mit dem Porträtkonzert I steht sie im Mittelpunkt des Abends: Composer in Residence des NDR Elbphilharmonie Orchesters Unsuk Chin. Ihre tänzerische und hoch anspruchsvolle Musik entführt in ganz eigene Welten. Im Rahmen dieser Veranstaltung findet die Verleihung des Hamburger Bach-Preises 2019 an Unsuk Chin statt.

Do, 28.11.2019 | 19.30 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Kairos Quartett
Rinnat Moriah Sopran
Stefan Geiger Dirigent
Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchesters

UNSUK CHIN

  • Akrostichon-Wortspiel für Sopran und Ensemble
  • cosmigimmicks für Ensemble
  • ParaMetaString für Streichquartett und Tonband

In Kooperation mit NDR das neue werk

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Gesetze der Physik und der Logik auf den Kopf gestellt

"Ich habe eine große Affinität zur abstrakt surrealistischen Gedankenwelt", bekennt Unsuk Chin. "Schon als Kind erlebte ich sie in meinen Träumen, in von Licht- und Farbphänomenen durchwirkten Traumzuständen, in denen die Gesetze der Physik und der Logik auf den Kopf gestellt wurden. Sie waren und sind für mich eine existenzielle Erfahrung und eine wesentliche Anregung beim Komponieren." Was in ihrer Oper "Alice in Wonderland" 2007 gipfelte, war in früheren Werken angelegt.

Im Überblick
NDR Elbphilharmonie Orchester

Composer in Residence Unsuk Chin im Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester

In insgesamt sieben Konzerten stellen das NDR Elbphilharmonie Orchester und die Reihe NDR das neue werk das facettenreiche Schaffen der Residenzkomponistin Unsuk Chin in den Mittelpunkt. mehr

In den sieben Märchenszenen von "Akrostichon - Wortspiel" erscheinen die ausgewählten Texte von Michael Ende und Lewis Carroll, dem "Wunderland"-Autor, als vertonte Wort- und Satzfolgen; sie werden vielmehr bearbeitet, vor- und rückwärts gelesen, phonetisch zerlegt, in Elementen durch den Raum geworfen; ihr Sinn ergibt sich nicht aus ihrem Klang und dem Spiel damit.

Theatralische Momente

"Cosmigimmicks" transponiert die Kunst der Pantomime, die Bedeutung der Gesten, motorischer Nuancen, Farben und Schatten, in Musik. Die Instrumente eines Ensembles gleichen sich durch spieltechnische Maskierung den Zupfinstrumenten an, ohne zu ihnen zu werden. Theater ereignet sich eben nicht nur mit, sondern auch in der Musik.

In "ParaMetaString" ermöglicht die elektronische Erforschung des Streicherklangs und seines Innenlebens fast surreale Konstellationen mit live gespielter Musik und ihren Bewegungsabläufen. Auch darin steckt ein theatralisches Moment - eine höchst vergnügliche Ernsthaftigkeit.