Unsuk Chin: Porträtkonzert I

Mit dem Porträtkonzert I steht sie im Mittelpunkt des Abends: Composer in Residence des NDR Elbphilharmonie Orchesters Unsuk Chin. Ihre tänzerische und hoch anspruchsvolle Musik entführt in ganz eigene Welten. Im Rahmen dieser Veranstaltung findet die Verleihung des Hamburger Bach-Preises 2019 an Unsuk Chin statt.

Unsuk Chin steht vor einem Fenster in der Elbphilharmonie. © NDR

Composer in Residence Unsuk Chin im Porträt

"Für mich gibt es keine Grenze zwischen den verschiedenen Arten von Musik", erklärt Unsuk Chin. Die Residenzkomponistin ist beim NDR Elbphilharmonie Orchester sowie in der Reihe NDR das neue werk zu Gast.

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Do, 28.11.2019 | 19.30 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Kairos Quartett
Rinnat Moriah Sopran
Stefan Geiger Dirigent
Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchesters

Florent Farnier Trompete
Henry Van Engen Posaune
Antoine Brocherioux Schlagwerk
Bertrand Gourdy Schlagwerk
Kathrin Isabelle Klein Klavier

UNSUK CHIN
ParaMetaString
Fantaisie mécanique
Akrostichon-Wortspiel

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Gesetze der Physik und der Logik auf den Kopf gestellt

"Ich habe eine große Affinität zur abstrakt surrealistischen Gedankenwelt", bekennt Unsuk Chin. "Schon als Kind erlebte ich sie in meinen Träumen, in von Licht- und Farbphänomenen durchwirkten Traumzuständen, in denen die Gesetze der Physik und der Logik auf den Kopf gestellt wurden. Sie waren und sind für mich eine existenzielle Erfahrung und eine wesentliche Anregung beim Komponieren." Was in ihrer Oper "Alice in Wonderland" 2007 gipfelte, war in früheren Werken angelegt.

Im Überblick
NDR Elbphilharmonie Orchester

Composer in Residence Unsuk Chin im Konzert

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In insgesamt sieben Konzerten stellen das NDR Elbphilharmonie Orchester und die Reihe NDR das neue werk das facettenreiche Schaffen der Residenzkomponistin Unsuk Chin in den Mittelpunkt. mehr

Spiel mit dem Klang

In den sieben Märchenszenen von "Akrostichon - Wortspiel" erscheinen die ausgewählten Texte von Michael Ende und Lewis Carroll, dem "Wunderland"-Autor, als vertonte Wort- und Satzfolgen; sie werden vielmehr bearbeitet, vor- und rückwärts gelesen, phonetisch zerlegt, in Elementen durch den Raum geworfen; ihr Sinn ergibt sich nicht aus ihrem Klang und dem Spiel damit.

Die "Fantaisie mécanique", ein sechsteiliges Stück für fünf Trompeten, Posaune, Klavier und zwei Schlagzeuger, bezieht einen Teil ihres Titels aus der teilweise "mechanischen", also streng formellen Handhabung ihrer musikalischen Motive. Gleichzeitig bildeten jedoch - Stichwort "Fantaisie" - genauso Verlaufsformen des Free Jazz einen Anregungshintergrund für das Stück. Seine konstruktiven Elemente sollen im Hintergrund bleiben, sind camoufliert - und so kann es für den Hörer letztlich doch "wie improvisiert wirken" (Unsuk Chin).

In "ParaMetaString" ermöglicht die elektronische Erforschung des Streicherklangs und seines Innenlebens fast surreale Konstellationen mit live gespielter Musik und ihren Bewegungsabläufen. Auch darin steckt ein theatralisches Moment - eine höchst vergnügliche Ernsthaftigkeit.