Trio Accanto © Marc Doradcillo

Trio Accanto spielt Pauset, Mochizuki, Aperghis & Saunders

Stand: 25.08.2022 11:08 Uhr

Mit Saxofon, Klavier und Percussion interpretiert das Trio Accanto am 18. Januar vier atemberaubende, junge Werke. Ein Konzert im Rahmen von NDR das neue werk im Kleinen Saal der Elbphilharmonie.

Bitte tagesaktuelle Corona-Regelungen beachten

Das Konzert findet nach den am Veranstaltungstag gültigen Corona-Regeln für Hamburg statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Elbphilharmonie.

Mi, 16.01.2023 | 19.30 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Trio Accanto:
Marcus Weiss Saxofon
Nicolas Hodges Klavier
Christian Dierstein Schlagzeug/Percussion

BRICE PAUSET
Adagio dialettico
MISATO MOCHIZUKI
Satellites
GEEORGES APERGHIS
Trio funambule
REBECCA SAUNDERS
That Time

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Trio mit Saxofon, Klavier und Percussion

Seit bald 30 Jahren steht das mit Saxofon, Klavier und Percussion besetzte Trio Accanto für zeitgenössische Kammermusik in Reinkultur. Die drei Musiker haben unzählige Werke aus der Taufe gehoben, die ohne die Existenz ihres Ensembles womöglich nie geschrieben worden wären.

Klangliches Neuland ist für sie vertrautes Terrain. Zweieinhalb Jahre nach ihrem im Juni 2020 wegen Corona ausgefallenen Konzert holen die Meisterinterpreten nun ihr Gastspiel im Kleinen Saal der Elbphilharmonie nach, und sie bringen dafür vier gleichermaßen starke neue Werke mit.

Saunders stellt Baritonsaxofon in den Vordergrund

Nimmt man das Datum der Uraufführung als Maßstab, dann stammt das jüngste Werk von Rebecca Saunders, einer in Berlin lebenden britischen Komponistin, die als Tochter zweier Pianisten seit frühesten Kindertagen Musik buchstäblich lebt und atmet. Bei "This Time", inspiriert von einem kurzen Text von Samuel Beckett, rückt die Komponistin das Baritonsaxofon in den Vordergrund. Das Stück wurde am 14. Februar 2020 in Paris vom Trio Accanto uraufgeführt, nur vier Tage nach "Satellites" von Misato Mochizuki (Uraufführung in Luxemburg), bei dem elegisch anmutende Töne des Sopransaxofons, wellenartige Glissandi des Klaviers und eine auf Congas getrommelte Rhythmusspur im letzten Teil der Komposition überraschende Wandlungsprozesse durchlaufen.

Seiltänzerischer Charakter bei Aperghis

In Brice Pausets "Adagio Dialettico" (Uraufführung 2002) erwachen aus einer minimalistisch-verträumten Nachtstimmung nach und nach kontrastreiche, artistische Klangfiguren, bei denen Vibrafon, Klavier und Sopransaxofon den Klang bestimmen. Georges Aperghis‘ "Trio funambule" (2014) nimmt den im Titel anklingenden seiltänzerischen Charakter beim Wort: Altsaxofon, Klavier und Schlagzeug überwinden da eine höchst waghalsig anmutende Strecke in luftiger Höhe, ständig die Balance suchend und in einer atemberaubenden, bisweilen fast Slapstick-artigen Bewegung zwischen Zögern und Vorwärtsdrängen, Gelingen und jäher Absturzgefahr.

Orchester und Vokalensemble