1500/2000: Das Cembalo & die Avantgarde

Der Amsterdamer Menno van Delft studierte Cembalo, Orgel und Musikwissenschaften.

Inmitten der großen Musikinstrumenten-Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg präsentierte NDR das neue werk mit Gośka Isphording und Menno van Delft ein experimentierfreudiges Programm mit Werken für Cembalo - an historischen Instrumenten.

So, 28.04.2019 | 19 Uhr
MKG Hamburg, Musikinstrumenten-Sammlung (Steintorplatz 1)

Mit Einführungen in die Stücke im Rahmen des Konzerts
Der Mitschnitt des Konzerts wird am 26. Mai 2019 um 22 Uhr auf NDR Kultur gesendet.

Gośka Isphording Cembalo
Menno van Delft Cembalo
Luise Catenhusen Blockflöte

CARLO GESUALDO
Canzon Francese
GIOVANNI PICCHI
Passamezzo antico
MICHELANGELO ROSSI
Toccata Settima
PANCRACE ROYER
La Majestueuse (Courante)
JOHANN SEBASTIAN BACH
Auszüge aus der Kunst der Fuge:
· Canon per Augmentationem in Contrario Motu
· Contrapunctus 12 rectus & inversus
GYÖRGY LIGETI
Passacaglia ungherese
OLE BUCK
Gymel für Cembalo und Sopranino-Blockflöte
HANNA KULENTY
Cembalo Uno
MAURICIO KAGEL
Ragtime Waltz
ANTOINE TISNÉ
Hommage à Calder
PĒTERIS VASKS
Kantate
LUCIANO BERIO
Rounds
JUKKA TIENSUU
Veto (aus dem Zyklus "Musica ambigua")

In Kooperation mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

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Klangexperimente für historische Instrumente

Von Rossi bis Kagel, von Royer bis Ligeti: Die weitgespannte Geschichte der Kompositionen fürs Cembalo kennt viele Momente, in denen Entdecker und Experimentierfreudige sich dieses Instruments auf musikalisch neue, zukunftsgerichtete Weise bemächtigten.

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Das prachtvolle Cembalo von Christian Zell stammt aus dem Jahre 1728.

Im Zusammenspiel von kompositorischen, spieltechnischen wie klangexperimentellen Neuerungen entstanden im Lauf der Jahrhunderte immer wieder markante Stücke, an denen sich dieser Sachverhalt hörend erfahren lässt.

Zwei Cembalisten, vier Instrumente

Cembalist Menno van Delft und Cembalistin Gośka Isphording gaben an mindestens vier herausragenden historischen Instrumenten ein innovatives Programm, das eigens für die Reihe NDR das neue werk entwickelt worden war.

Instrumente

Cembalo | Johann Daniel Dulcken | Antwerpen 1755
Cembalo | Christian Zell | Hamburg, 1728
Cembalo | Jacob und Abraham Kirckman | London, 1783
Oktavspinett | anonym | Italien, um 1650

Das Cembalo ist das am meisten ausgereifte Instrument, weil es eine große Anzahl von Saiten hat, von denen jede ihre eigene Tonhöhe produziert, so dass sich jede Note zum Klingen bringen lässt ... Das Cembalo kann mit seiner Tastatur alles an geschriebener Musik aufführen, wofür sonst mehrere Instrumente und Spieler nötig würden ... Jean Denis, Traité de l'accord de l'espinett, Paris 1650
Im Interview

Nachgefragt: Menno van Delft

Cembalist Menno van Delft bringt historische Instrumente im Museum für Kunst und Gewerbe mit Werken der Avantgarde zum Klingen. Warum das eine echte Herausforderung ist, verrät er im Kurzinterview. mehr