Sonntagsstudio

Autoren lesen. Preis der Leipziger Buchmesse

Sonntag, 17. März 2019, 20:00 bis 22:00 Uhr

Wer wagt, gewinnt in Leipzig. Es steht in keiner Satzung, aber die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt: Der Preis der Leipziger Buchmesse setzt nicht auf Namen, sondern auf Inhalte. Immer wieder werden Autoren jenseits des Mainstreams nominiert für diese Auszeichnung, die in jeder der drei Kategorien Belletristik, Übersetzung und Sachbuch mit jeweils 20.000 Euro dotiert ist.

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Rainer Moritz und Ulrike Sárkány

Auch die diesjährige Liste in der Belletristik bietet Raum für Überraschungen und Entdeckungen. Beim Gipfeltreffen der fünf Nominierten im Hamburger Literaturhaus erheben sich also viele Fragen: Warum ist die Schlacht von Königgrätz der Anfang aller Katastrophen (Jaroslav Rudiš, "Winterbergs letzte Reise")? Wie hebt man einen Graben so aus, dass man am Ende einen versunkenen Ort wiederfindet (Kenah Cusanit, "Babel")? Warum ist die Frau als Assistenzfigur "die größte Lüge der Geschichte" (Feridun Zaimoglu, "Die Geschichte der Frau")? Was tun, wenn man sich für eine prekäre Existenz als textproduzierender Mensch entschieden hat, die Kinder aber leider zu Weihnachten Geschenke bekommen wollen (Anke Stelling, "Schäfchen im Trockenen")? Welche Antworten auf die Lebens- und Sinnfragen erhält man beim Zotteln durch Berlin (Matthias Nawrat, "Der traurige Gast")?

Moderation: Ulrike Sárkány und Rainer Moritz

Aufzeichnung vom 5. März 2019 im Literaturhaus in Hamburg.

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