Klassik à la carte

Studiogäste: Nora Fingscheidt und Lisa Hagmeister

Montag, 16. September 2019, 13:00 bis 14:00 Uhr

Die Autorin und Regisseurin Nora Fingscheidt bei der Hamburg-Premiere ihres Filmes "Systemsprenger" © Axel Heimken/ dpa-Bildfunk Foto: Axel Heimken/
Nora Fingscheidt berühren Menschen, die nicht ins System passen.

Schon vor dem Kinostart hat "Systemsprenger" international 21 Preise gewonnen. Deutschland schickt den Film von Nora Fingscheidt außerdem ins Rennen um den Oscar in der Kategorie "bester nicht englischsprachiger Film". "Systemsprenger" ist der erste lange Spielfilm, der in Braunschweig geborenen Regisseurin. Im Mittelpunkt steht die neunjährige Benni, die von Heim zu Heim geschickt wird - überall ist man mit der Betreuung des aggressiven Kindes überfordert.

Schon immer, sagt Fingscheidt, habe sie einen Film machen wollen über ein wütendes Mädchen: "Mich berühren Menschen, die nicht ins System passen." Lisa Hagmeister spielt die Mutter von Benni. "Ich habe die Frau sofort verstehen können. Sie liebt ihr Kind und hat gleichzeitig Angst vor ihm." Seit über zehn Jahren gehört die Schauspielerin zum Ensemble des Hamburger Thalia Theaters. Viele große Rollen hat sie hier schon gespielt, eine "Körperspielerin" nannte ein Kritiker sie einmal sehr treffend. Vor der Kamera ist ein anderes Arbeiten erforderlich. In "Klassik à la carte" sprechen Lisa Hagmeister und Nora Fingscheidt darüber, wie der Film "Systemsprenger" entstanden ist, und was es bedeutet, so eine Geschichte zu drehen.

Das Gespräch führte Katja Weise

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