Das Gespräch

Gast: Christoph Ingenhoven

Samstag, 12. Januar 2019, 18:00 bis 18:30 Uhr

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Christoph Ingenhoven, geboran am 8. März 1960 in Düsseldorf, hat an der Kunstakademie Düsseldorf studiert.

Christoph Ingenhoven gehört unumstritten zu den erfolgreichsten und sichtbarsten Architekten in Deutschland und der Welt. Er baute Banken und Universitäten, Medienzentren und begrünte Wolkenkratzer, die Messehallen in Hamburg und das spektakuläre Wohnhaus "Oval" in der HafenCity. Sein Verwaltungsgebäude für den Energiekonzern RWE in Essen gilt als Deutschlands erstes ökologisch orientiertes Hochhaus - und sein nagelneues "Marina One" in Singapur als derzeit wohl kühnster Versuch, die Forderung nach extremer Verdichtung in der Architektur mit dem Gebot der Nachhaltigkeit zu versöhnen.

Aber dann wären da noch die Hauptverwaltung für Google im Silicon Valley und nicht zuletzt Stuttgart 21 - Mega-Projekte, die dem gebürtigen Düsseldorfer und seinem Büro seit Jahrzehnten Kopfzerbrechen bereiten. Das Projekt für den Internet-Riesen in Kalifornien hat Ingenhoven gerade zu Grabe getragen; und bei Stuttgart 21 prophezeit er, dass die wirklichen Schwierigkeiten im Bau erst noch bevorstehen.

Als Ingenhoven an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert hat, war Joseph Beuys dort der Direktor - und der Architekt Hans Hollein einer seiner Lehrer. Im Gespräch mit Martin Tschechne erzählt Ingenhoven, wie er seine Siege feiert - nämlich sofort - und wie er auf verlorene Architekten-Wettbewerbe und Rückschläge reagiert: mit Hartnäckigkeit und einem rheinländisch-fröhlichen Naturell.