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FSME und Borreliose: Wenn sich die Zecke festbeißt

Mittwoch, 11. August 2021, 19:00 bis 20:00 Uhr

Eine Zecke krabbelt auf menschlicher Haut. © dpa/picture-alliance Foto: Patrick Pleul
Von der Zecke können Bakterien und Viren auf den Menschen übertragen werden.

Sie sind nur wenige Millimeter groß, schlagen unvermittelt zu und können schwere Krankheiten auslösen: Zecken sind fast das gesamte Jahr über aktiv und immer auf der Suche nach neuen Opfern. Die kleinen Spinnentiere lauern an Grashalmen oder an Sträuchern und registrieren, wenn ein Mensch an ihnen vorübergeht. Erschütterungen, Duftstoffe und Körperwärme sind für sie deutliche Signale, dass sich ein Mensch nähert. Sind sie auf der Hose oder dem Hemd, dann wandern sie so lange, bis sie auf nackter Haut angekommen sind. Der dann folgende Biss der Zecke bleibt meistens zunächst unbemerkt. Beim Saugen können durch den Speichel der Zecke Bakterien und Viren auf den Menschen übertragen werden.

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Ein Zeckenschutz-Spray wird auf das Bein eines Mädchens gesprüht. © Picture-Alliance / dpa Themendienst Foto: Silvia Marks

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Schwere Krankheiten durch Zeckenbiss

Diese Bakterien und Viren lösen in vielen Fällen schwere Krankheiten aus:

  • Borreliose (der Erreger ist das Bakterium Borrelia burgdorferie)
  • FSME (der Erreger ist das FrühSommer-MeningoEnzephalitis-Virus)

Deutliches Zeichen einer Borreliose-Erkrankung ist die sogenannte Wanderröte. Um die Einstichstelle herum bildet sich ein fortschreitender, roter und langsam wachsender Ring. Dazu kommen oft Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber sowie eine Schwellung der Lymphknoten. Wird die Krankheit nicht behandelt, gelangen die Erreger über die Blut- und Lymphbahnen in andere Organe des Körpers. Selbst Jahre nach einem Zeckenbiss kann es noch zu einer Gelenkentzündung oder zu einer Nervenentzündung kommen. Die Borreliose wird mit Antibiotika behandelt, eine Schutzimpfung gibt es nicht.

Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung des Zentralnervensystems. Die Hirnhäute, das Gehirn und das Rückenmark können betroffen sein und es drohen bleibende Schäden. Eine Schutzimpfung kann das Risiko, an FSME zu erkranken sehr deutlich reduzieren. Der Impfschutz bleibt 3 bis 5 Jahre bestehen und muss danach aufgefrischt werden.

Moderation: Melanie Thieltges

Tabletten © Stock Adobe Foto: Edler von Rabenstein

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