Der Angeklagte verbirgt im Gerichtssaal sein Gesicht hinter einem Aktendeckel während ein Mitarbeiter der Justiz hinter ihm sitzt. © dpa-Bildfunk Foto:  Markus Scholz

Lübeck: Verhandlung gegen mutmaßlichen Messerstecher

Stand: 25.01.2023 14:51 Uhr

Seit Mittwoch (25.1.) muss sich vor dem Landgericht Lübeck ein 41-jähriger Mann verantworten. Ihm wird vorgeworfen, seine Freundin getötet zu haben. Laut Gutachtern ist er psychisch krank.

Vor dem Landgericht Lübeck muss sich seit Mittwoch ein 41-Jähriger verantworten. Er soll seine Lebensgefährtin in seiner Wohnung im vergangenen Sommer erstochen haben. Laut Staatsanwaltschaft steht der der mutmaßliche Täter im Verdacht, 29 Mal mit einen Taschenmesser in Hals und Brust des 29 Jahre alten Opfers eingestochen zu haben. Der 41-Jährige hat gleich zu Beginn der Verhandlung ein Geständnis abgelegt.

Beschuldigter wollte offenbar alleine sein

In seiner Erklärung berichtete der Beschuldigte davon, wie er an einem Samstagabend von der Arbeit nach Hause kam. In seiner Wohnung war auch seine Freundin, die ihn übers Wochenende besucht hat. Der Lübecker wollte, dass sie geht, weil er nach eigenen Worten gestresst war - doch seine Lebensgefährtin blieb. Er habe dann Chlorreiniger in eine Wasserflasche gemischt und die 29-Jährige aufgefordert, das Giftgemisch zu trinken. Als sie ablehnte, habe er ein Taschenmesser genommen und immer wieder auf sie eingestochen, bis sie starb.

41-Jähriger laut Gutachten psychisch krank

Polizisten hatten die Leiche der Frau im Juli in der Wohnung entdeckt, nachdem ein Nachbar die Beamten verständigt hatte. Zunächst hatte der Beschuldigte die Tat bestritten. Laut Staatsanwaltschaft leidet der Beschuldigte unter einer paranoiden Schizophrenie und ist nicht schuldfähig. Höchstwahrscheinlich muss er deshalb in ein psychiatrisches Krankenhaus statt in ein Gefängnis. Das Urteil soll in gut zwei Monaten fallen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 25.01.2023 | 14:00 Uhr

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