Ein Polizeibus steht am Rande eines Feldwegs im Kreis Dithmarschen. © Westküsten-News

Dithmarschen: Handeln Mutter und Sohn mit Betäubungsmitteln?

Stand: 01.09.2022 21:55 Uhr

Großer Polizeieinsatz am Dienstag in Schmedeswurth und Marne im Kreis Dithmarschen. Der Grund laut Polizei: Verdacht auf unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Im Fokus stehen eine Frau und ihr Sohn.

Auf einem Acker zwischen Marne und Brunsbüttel sollen Mutter und Sohn auf einer Fläche von sechs bis sieben Hektar Cannabispflanzen angebaut und damit gehandelt haben. Für Polizei und Staatsanwaltschaft war das Grund genug, eine Durchsuchung, sowohl der Wohnung als auch eines Firmengebäudes in Marne, zu veranlassen. Dabei bekam die Kripo aus Heide Unterstützung von Beamten des Landeskriminalamtes und aus Eutin.

Ein besonderes Augenmerk legten die Beamten auf die sichergestellten Cannabispflanzen von dem Acker nahe der Bundesstraße 5, die jetzt auf ihren THC-Gehalt untersucht werden. Dieser Stoff ist für die berauschende Wirkung von Hanf verantwortlich. Er ist in den Blüten, Blättern und Stängeln enthalten und darf einen Gehalt von 0,2 Prozent nicht übersteigen. Das Ergebnis der Untersuchungen wird laut Polizei allerdings noch einige Zeit auf sich warten lassen.


01.09.2022 21:14 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Fassung hieß es, der Anbau der Cannabispflanzen sei illegal gewesen. Nach Rücksprache mit der Polizeidirektion stellte sich heraus, dass die Hanfplantage in Schmedeswurth nicht illegal betrieben wird. Laut Polizei handelt es sich vielmehr um eine Produktionsstätte. Bei den Ermittlungen geht es nach Rücksprache mit der Polizei um die Frage, ob der THC-Gehalt in bestimmten Teilen der Pflanzen den erlaubten Wert von 0.2 Prozent übersteigt.

 

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