Stand: 20.02.2020 14:04 Uhr

Neuverfilmung: "Lassie" ist ein Artländer

Der berühmteste Hund der Filmgeschichte kehrt auf die Leinwand zurück. Heute startet ein neuer "Lassie"-Film in den Kinos. Darin spielt natürlich wieder ein Collie die Hauptrolle. Was viele nicht wissen: Der Hundedarsteller heißt eigentlich "Bandit" und ist Niedersachse. Denn "Bandit" ist in Menslage in der Samtgemeinde Artland (Landkreis Osnabrück) aufgewachsen.

Eigenheiten ihres Hundes wiedererkannt

Seine Züchterin Doris Rode-Rosga war begeistert, als sie ihren Hund bei einer Vorpremiere auf der Leinwand gesehen hat. "Es ist einfach toll, ihn so zu sehen", sagt sie. Man habe ihn in vielen Szenen wiedererkannt. "Er hat bestimmte Sachen gemacht, wo man einfach weiß, dass das 'Bandit' ist."

Filmtier-Trainerin handelt sich zunächst Absage ein

Dass aus ihrem kleinen Welpen ein Filmhund wird, hatte die Collie-Züchterin nicht geplant. Als eine Filmtier-Trainerin bei ihr anrief, habe sie zunächst abgesagt. Rode-Rosga wollte das nicht, sie hatte nach eigener Aussage ein wenig Angst um ihren "Bandit". Doch die Tiertrainern blieb hartnäckig, besuchte "Bandit" und seine Züchterin in Menslage. Man freundete sich an. Und so gab es dann irgendwann kein Zurück mehr und "Bandit" zog nach München.

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Züchterin warnt vor Collie-Hype

Irgendwann war klar, dass ihr Hund eine Hauptrolle in einem Film spielen sollte. Das habe sie sehr stolz gemacht. Aber dass "Bandit" den Wunderhund "Lassie" spielen sollte, wusste seine Besitzerin noch nicht. Als sie schließlich informiert wurde, dass "Bandit" den berühmten Collie spielen soll, durfte sie es zunächst niemandem verraten. Mittlerweile ist Rode-Rosga sehr stolz darauf, dass ihr Collie "Lassie" ist. Sorge bereitet ihr, dass jetzt wieder viele Menschen einen Collie haben wollen. Aber man müsse mit einem Hund auch umgehen können, sagt sie. Andererseits weiß die Züchterin auch, dass sie nicht alle ihre Welpen behalten kann. Deshalb wird sie in Zukunft noch genauer darauf schauen, wer sich für einen Hund aus ihrer Züchtung interessiert. Denn die Erwartungen, die "Lassie" im Film weckt, haben mit der Realität oft wenig zu tun.

Die fiktionale "Lassie" ist übrigens eine Hündin - schließlich ist "Lassie" auch der schottische Begriff für "Mädchen". Damals wie heute wird die Hündin im Film aber von Rüden verkörpert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 20.02.2020 | 06:30 Uhr

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