Stand: 05.03.2018 21:13 Uhr

Entlassungen bei Airbus: Gespräche in Stade

Wie geht es weiter am Airbus-Werk in Stade? Drohen den Mitarbeitern Entlassungen? Am Montag haben die Geschäftsführung des Flugzeugbauers und der Betriebsrat über die Zukunft des Standorts gesprochen. Konkrete Ergebnisse wurden nicht bekannt. Am Mittwoch treffen sich die europäischen Betriebsräte. Erst dann ist mit Neuigkeiten zu rechnen. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass der Konzern offenbar plant, Tausende Stellen in Europa zu streichen oder zu verlegen. Konkret soll es um 3.600 Stellen gehen. Wie und ob Stade von dem Abbau betroffen ist, ist noch ungewiss.

Mitarbeiter werden im Werk versetzt

Bislang sei es gelungen, festangestellte Airbus-Mitarbeiter innerhalb des Werks Stade zu versetzen - etwa von der A380-Produktion zu den kleineren Modellen, die sehr gefragt sind, sagt Betriebsratschef Burkhard Borchers. Aber ob das auch weiter so funktioniere, ist ungewiss. Dass es in Frankreich keinen Stellenabbau geben soll, empört indes Betriebsratschef Borchers.

A400M-Misere trifft Stade besonders hart

Fest steht: Vom Riesenflieger A380 werden immer weniger gebaut, nur ein Großauftrag der Airline Emirates rettete die Maschine vor dem Aus. Dieses Jahr werden es nur noch zwölf Maschinen sein, nächstes nur noch acht. Die Schwierigkeiten beim A400M haben Stade besonders getroffen. An dem Standort werden Flügelschalen und das komplette Seitenleitwerk gefertigt. Das Militärflugzeug wird wegen technischen Schwierigkeiten verzögert ausgeliefert. Es macht aber 40 Prozent des Gesamtgeschäfts in Stade aus.

Arbeit im Zwei-Schichtbetrieb

Mittlerweile wird in Stade statt im Drei-Schichtbetrieb bereits nur noch im Zwei-Schichtbetrieb gearbeitet. In Stade sind 2.000 Stammarbeiter und 500 Leiharbeiter beschäftigt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.03.2018 | 13:00 Uhr

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