Stand: 10.05.2019 21:25 Uhr

Protest gegen Wölfe: Tierhalter entzünden Feuer

Ein Wolfsmahnfeuer brennt vor einem Plakat mit einem Wolfskopf, auf dem "I love Weidetiere" steht. © dpa-Bildfunk Foto: Christophe Gateau/dpa
"I love Weidetiere" - das Statement der Weidetierhalter am Freitag in Rodewald könnte nicht deutlicher sein.

Weidetierhalter haben am Freitagabend in Rodewald und Hoyerhagen (Landkreis Nienburg) zwei Feuer entzündet, um gegen die Bedrohung ihrer Nutztiere durch Wölfe zu protestieren. Nach Angaben von Veranstalter Tobias Göckeritz vom Landvolk Mittelweser kamen insgesamt rund 300 Menschen zusammen. Wegen der Angriffe von Wölfen stehe die Weidetierhaltung vor dem Aus, hieß es vom Landvolk Mittelweser. "Wir sind massiv von Rissen betroffen", sagte Göckeritz mit Blick auf den Landkreis.

Abschussfrist für Leitwolf bis Ende Mai

Das Problem sei, dass mittlerweile auch große Tiere wie Pferde oder Rinder angefallen würden, so Göckeritz. Ein in der Region Rodewald aktiver Wolf soll zahlreiche Nutztiere gerissen haben, darunter auch Rinder und Ponys. Ende Januar hatte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss des Rüden erteilt. Bisher konnte der Leitwolf des sogenannten Rodewalder Rudels nicht allerdings getötet werden. Die Frist wurde bis zum 31. Mai verlängert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 10.05.2019 | 17:00 Uhr

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