Stand: 10.08.2020 18:12 Uhr

VW-Abhör-Affäre: Besteht Verbindung zu Hausbrand?

Das abgebrannte Haus des Verdächtigen in der VW-Abhör-Affäre ist abgesperrt. © aktuell24
Im Mai ist das Haus eines VW-Mitarbeiters abgebrannt. Der Mann steht im Verdacht, interne Besprechungen aufgezeichnet und weitergegeben zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft einen möglichen Zusammenhang zwischen der mutmaßlichen Spitzel-Tätigkeit eines leitenden VW-Mitarbeiters und einem Brandanschlag auf dessen Haus. Der Mann soll interne Gespräche über den Umgang mit dem Zulieferer Prevent mitgeschnitten haben. VW erstattete Anzeige. Im Mai brannte dann das Haus des Mannes vollständig ab.

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Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt

Unklar ist derzeit, in welchem Zusammenhang der Brand mit der Abhör-Affäre stehen könnte. Ob es eventuell konkrete Hinweise auf einen Tatverdächtigen oder ein Motiv für eine entsprechende Brandstiftung gibt, ist ebenfalls nicht bekannt. Im Fall der abgehörten Prevent-Beratungen ermittelt die Staatsanwaltschaft offiziell gegen Unbekannt. Die Abhör-Aktion war erst vor Kurzem bekannt geworden. Details zu diesem Verfahren und einer möglichen Verbindung mit dem Brand in dem Haus könne man noch nicht nennen, hieß es vonseiten der Staatsanwaltschaft.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.08.2020 | 18:00 Uhr

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