Stand: 27.01.2019 14:17 Uhr

Lies bezeichnet Kohlekompromiss als Chance

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Der Braunkohle-Tagebau bei Helmstedt war 2016 beendet worden. (Archivbild)

Umwelt- und Energieminister Olaf Lies (SPD) wertet den Beschluss der Energiekommission zum Ausstieg aus der Kohlekraft als große Chance für den Klimaschutz in Niedersachsen. Für das Helmstedter Revier bringe das Votum der Kommission Vorgaben, wie der strukturelle Wandel zusammen mit den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel sowie den Städten Wolfsburg und Braunschweig erfolgen könne. In Helmstedt, wo der Kohleausstieg vollzogen ist, seien bereits Projekte wie ein Technologiezentrum zur Phosphorrückgewinnung entwickelt worden, so Lies.

Grünen-Landesvorsitzende fordert konkreten Fahrplan

Die Landesvorsitzende der Grünen, Anne Kura, hat den Kompromiss der Kohlekommission grundsätzlich begrüßt. Dies sei ein Erfolg der Klima- und Umweltbewegung. Das Enddatum 2038 sei allerdings viel zu spät, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Kura forderte Zwischenziele für die Zeit zwischen 2022 und 2030 sowie einen Ausstiegsfahrplan mit konkreten Abschaltdaten. Es müsse klar sein, wann welches der insgesamt elf niedersächsischen Kohlekraftwerke wie zum Beispiel in Mehrum (Landkreis Peine) und Wilhelmshaven vom Netz gehen. Zudem müssten Neubaupläne wie in Stade endgültig ad acta gelegt werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.01.2019 | 08:00 Uhr

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