Stand: 11.06.2019 19:53 Uhr

Bahnticket-Betrüger zu drei Jahren Haft verurteilt

Fahrkarten der Deutschen Bahn.
Drei Jahre Haft wegen Computerbetrug: Ein 44-Jähriger aus dem Landkreis Göttingen hatte dem Urteil zufolge Bahntickets für rund 15.000 Euro bestellt, aber nicht bezahlt. (Themenbild)

Das Amtsgericht Göttingen hat einen 44 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Göttingen wegen Computerbetrugs in 23 Fällen zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte sich unter falschem Namen zahlreiche teure Fahrscheine, Bahncards sowie Monats- und Jahreskarten der Deutschen Bahn beschafft, aber nicht bezahlt hatte. Außerdem ordnete das Gericht die Einziehung von 15.000 Euro an. So hoch sei der Wert der Tickets, die der Angeklagte sich nachweislich illegal verschafft hatte. Das Urteil sei bereits rechtskräftig, teilte ein Justizsprecher mit.

Bahn bemerkt Betrug nicht

Die Staatsanwaltschaft hatte dem 44-Jährigen ursprünglich 39 Taten in den Jahren 2015 und 2016 zur Last gelegt. Sie warf ihm vor, Fahrscheine und Bahncards für fast 60.000 Euro bestellt, aber nicht bezahlt zu haben. Die Bahn hatte die Betrügereien zwei Jahre lang nicht bemerkt.

Tickets an ältere Menschen verschenkt

Zum Prozessauftakt hatte der 44-Jährige einen Teil der Vorwürfe eingeräumt. Er habe viele Tickets an fremde ältere Menschen verschenkt, weil er ein Helfersyndrom habe, sagte der Mann vor dem Amtsgericht. Er habe sich gefühlt wie Robin Hood.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 23.05.2019 | 14:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus der Region

Zwei Polizisten gehen einen beleuchteten Weg entlang. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild Foto: Robert Michael

Zu hohe Inzidenz: Ausgangssperre im Landkreis Northeim

Ab Mittwoch greift in der Region die sogenannte Bundes-Notbremse mitsamt verschärften Regeln. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen