Zwei Landräte und ein Stellvertreter vorab geimpft

Stand: 24.02.2021 08:22 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern sind Vorab-Impfungen mehrerer Politiker bekannt geworden. Neben den Landräten der Kreise Vorpommern-Rügen und Mecklenburgische Seenplatte ist auch ein Stellvertreter geimpft.

Seine frühzeitige Corona-Impfung könnte für den Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth (SPD), ein juristisches Nachspiel haben. Die Staatsanwaltschaft Stralsund prüft nach eigenen Angaben, ob sie gegen den Politiker ein Ermittlungsverfahren einleiten wird. Unterdessen ist von weiteren Politikern bekannt geworden, dass sie schon gegen das Coronavirus geimpft sind.

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Landrat Kärger als Risikopatient geimpft

So ist der Landrat des Kreises Mecklenburgische Seenplatte, Heiko Kärger (CDU), ebenfalls schon gegen Corona geimpft. Der 60-Jährige wurde aufgrund seiner Vorerkrankungen als Risikopatient geführt, wie die Leiterin des Gesundheitsamts, Cornelia Ruhnau, erklärte. Kärger, der sich derzeit außerhalb von Mecklenburg-Vorpommern von einer anderen Erkrankung erholt, habe das Gesundheitsamt des Landkreises wegen mehrerer Anfragen von der Schweigepflicht entbunden. Die Impfung sei mit Impfstoff erfolgt, der für Risikopatienten zur Verfügung stand und ansonsten an dem Tag hätte vernichtet werden müssen, so Ruhnau.

Meyer bewertet eigene Impfung kritisch

Auch der stellvertretende Landrat des Landkreises Rostock, Stephan Meyer (CDU), hat am Dienstagabend erklärt schon gegen Corona geimpft zu sein. Er sei Mitte Januar dienstlich im Impfzentrum tätig gewesen, als ihn ein Arzt gefragt habe, ob er bereit sei sich impfen zu lassen - sonst müsse die Dosis verworfen werden. Aus heutiger Sicht bewerte er dies kritisch, teilte Meyer weiter mit.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 24.02.2021 | 06:00 Uhr

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