Stand: 22.11.2019 12:27 Uhr

Zarrentin: Neuer Plan im Streit um Baugebiet

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Ein umstrittenes Baugebiet sorgt in Zarrentin für Wirbel.

Im Streit um ein Bauprojekt am Schaalsee hat die Stadtvertretung in Zarrentin einen neuen Bebauungsplan verabschiedet. Sie hofft, damit rechtliche Hürden aus dem Weg geräumt zu haben. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte beim Oberverwaltungsgericht einen Baustopp erwirkt, weil für die Wohnhäuser ein Stück Wald gerodet werden soll. Trotz des neuen Bebauungsplans solle erst weitergebaut werden, wenn das Gericht erneut darüber entschieden habe, versichert der Leiter des städtischen Bauamts Dirk Schiewer gegenüber NDR 1 Radio MV.

BUND hält Bäume für unverzichtbar

Erste Gebäude sind bezogen, andere stehen im Rohbau.  Zwischen Baustelle und dem See befindet sich ein kleiner Wald. BUND-Geschäftsführerin Corinna Cwielag hält die Bäume für unverzichtbar für den Schutz des Schaalsees. Bauamtsleiter Schiewer hingegen erläuterte, ohne die Waldfläche wäre die Erschließung des Baugebiets nicht lukrativ genug für den Investor gewesen.

Baustopp bleibt vorerst

Nicht nur der Wald soll weg, sondern auch Teile einer Streuobstwiese. Außerdem wurde ein Regenrückhaltebecken für Baugrund verkleinert. Der BUND klagte gegen den ersten Bebauungsplan der Fläche und erwirkte vor Gericht einen Baustopp wegen fehlerhafter Umweltgutachten. Corinna Cwielag hofft weiterhin, sich mit der Stadt einigen zu können, dass er Wald erhalten bleibt. Sicherheitshalber wollen die Umweltschützer aber ein Auge darauf haben, dass der Wald nicht doch in den nächsten Tagen gerodet wird.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.11.2019 | 12:00 Uhr

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