Stand: 26.02.2014 12:10 Uhr

Studie untersucht Auswanderer in Brasilien

Die Innenstadt von Blumenau © Picture Alliance Foto: Ralf Hirschberger
Die brasilianische Stadt Blumenau wurde 1850 von deutschen Auswanderern gegründet. Nun wird die Gesundheit der Nachkommen untersucht. (Archivbild)

Seit mehr als 16 Jahren untersuchen Forscher aus Greifswald in einem einmaligen Großprojekt die Gesundheit der Vorpommern. Bei der SHIP-Studie werden über einen langen Zeitraum 8.700 Menschen aus Vorpommern regelmäßig untersucht, um den Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Krankheiten besser zu verstehen. Bislang konzentrierten sich die Mediziner bei ihren Untersuchungen auf den Nordosten Deutschlands. Das wird sich nun ändern: Ein neues Untersuchungszentrum entsteht im Südwesten Brasiliens.

Wie entwickelt sich die Gesundheit von Auswanderern über Generationen?

Die 300.000-Einwohner-Stadt Blumenau im Bundesstaat Santa Catarina wurde 1850 von deutschen Einwanderern gegründet. Auch viele Pommern zog es dorthin. Zwischen 1840 und 1910 waren es rund 26.000, die eine neue Heimat in Brasilien fanden. Städtenamen wie Pomerode oder eben Blumenau künden noch heute davon. Die Greifswalder Forscher wollen diesen Umstand nun nutzen. In Blumenau sollen künftig rund 1.800 Brasilianer, deren Vorfahren aus Pommern stammen, nach dem Vorbild der Greifswalder Gesundheitsstudie untersucht werden, wie eine Sprecherin des Uniklinikums erklärte. Die Wissenschaftler der Universitätsmedizin wollen so erfahren, wie sich Menschen über Generationen entwickeln, wenn sie auf einen anderen Kontinent auswandern.

Erste Ergebnisse für 2014 erwartet

Die Ergebnisse aus Brasilien sollen später mit den deutschen Ergebnissen der Gesundheitsstudie verglichen werden. Erste Ergebnisse sollen Mitte des kommenden Jahres vorliegen. Zeitgleich zur ersten internationalen Gesundheitsstudie startet in Greifswald die vierte Untersuchungswelle der deutschen Variante.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.02.2014 | 06:30 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Medizinische Forschung

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Rostocks Junior Brumado (r.) und Magdeburgs Baris Atik kämpfen um den Ball. © picture alliance/dpa | Andreas Gora

Hansa Rostock will Magdeburg im direkten Duell überholen

Mit einem Sieg heute können die Mecklenburger am FCM vorbeiziehen. Dafür braucht es aber eine andere Leistung als zuletzt in Berlin. mehr

Die neue NDR MV App

Ein Smartphone zeigt die Startseite der neuen NDR MV App © NDR Foto: IMAGO. / Bihlmayerfotografie

Mecklenburg-Vorpommern immer dabei - die neue NDR MV App

Artikel, Podcasts, Livestreams: Die NDR MV App ist ganz neu: übersichtlich, kompakt, benutzerfreundlich, aktuell. mehr