Stand: 04.08.2020 11:30 Uhr

Segelschulschiff "Greif" ist nationales Denkmal

Das Segelschulschiff "Greif" kurz nach Verlassen der Peenewerft in Wolgast. © Tilo Wallrodt Foto: Tilo Wallrodt
Ihre vorerst letzte Fahrt führte die "Greif" in ihren Heimathafen Greifswald-Wiek, wo sie nun stillgelegt liegt.

Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern hat das Segelschulschiff Greif als Denkmal von nationaler Bedeutung eingestuft. Das teilte die Stadtverwaltung Greifswald mit. Die "Greif" sei das einzige in der DDR gebaute Segelschulschiff und Hochseesegelschiff, heißt es zur Begründung. Somit sei das Schiff besonders selten und dokumentiere exemplarisch Schiffbau- und Schifffahrtsgeschichte.

1951 in Rostock gebaut

Momentan liegt das 1951 auf der Rostocker Warnowwerft gebaute Schiff seeuntüchtig in seinem Heimathafen in Greifswald-Wieck (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Das stadteigene Segelschulschiff muss grundlegend saniert und modernisiert werden - ein Konzept dafür liegt bereits vor. Demnach werden die Kosten für die notwendigen Arbeiten auf rund 3,5 Millionen Euro geschätzt.

Stadt, Land und Bund signalisieren Unterstützung

Aufgrund der Bedeutung des Schiffes hätten Bund, Land und verschiedene Stiftungen Unterstützung signalisiert, heißt es von der Stadt. Im Herbst befasst sich die Bürgerschaft mit der Sanierung der Greif. Wird der Aufarbeitung des technischen Denkmals zugestimmt, wären Segeltörns dann wieder voraussichtlich ab 2022 möglich. Die "Greif", die im kommenden Jahr 70 Jahre alt wird, gilt als ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt und maritimer Botschafter.

Weitere Informationen
Das Segelschulschiff Greif in der Peenewerft in Wolgast. © NDR Foto: Silvio Weiß

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 04.08.2020 | 13:00 Uhr

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