Stand: 15.09.2020 11:04 Uhr

Rostock: Reparatur von Offshore-Kran beginnt

Rostock: Im Überseehafen ist ein auf einem Schiff montierter Schwerlastkran umgeknickt. © NDR
Die "Orion 1" musste zur Reparatur des Krans zunächst an einen anderen Liegeplatz geschleppt werden. (Archivbild)

Der Kranbauer Liebherr will seinen größten bislang gebauten Offshore-Kran nach dem Unfall Anfang Mai reparieren. Dazu ist das Spezialschiff, an dessen Bord sich der Kran befindet, zunächst an einen anderen Liegeplatz geschleppt worden. Die "Orion 1" liegt jetzt 300 Meter weiter an der Kaikante. Bei einem Test war der Schwerlastkran an Bord des Schiffs im Rostocker Überseehafen umgeknickt. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte ein Kranhaken der Last nicht standgehalten.

Beschädigte Teile müssen abgebaut werden

"Wir werden den HLC 295000 wieder aufbauen", kündigte Leopold Berthold, der Geschäftsführer der Liebherr-MCCtec Rostock GmbH, am Montag an. Zunächst sollen die beschädigten Komponenten abgebaut werden. Nach aktuellem Kenntnisstand müssen der 145 Meter lange Kranausleger sowie weitere Teile neu gefertigt werden, wie es hieß. Im kommenden Jahr soll der Kran fertig sein.

Schaden im zweistelligen Millionenbereich

Mit einer Hubleistung von bis zu 5.000 Tonnen bei einer maximalen Hubhöhe von 175 Metern über Deck ist der HLC 295000 nach Angaben der Firma der größte Offshore-Kran, den Liebherr je gefertigt hat. Beim Test am 2. Mai war ein Haken bei 2.600 Tonnen Last gebrochen und der Kran umgeknickt. Zwölf Menschen waren bei dem Unfall verletzt worden. Der Schaden beläuft sich auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.

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NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 15.09.2020 | 07:30 Uhr

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