Stand: 25.05.2020 16:00 Uhr

Reha- und Mutter-Kind-Kliniken in MV dürfen öffnen

Bett auf einem Krankenhausflur © dpa / Picture Alliance
Die Vorsorge- und Reha-Einrichtungen im Land fahren ihren Betrieb schrittweise wieder hoch. (Symbolbild)

Offiziell dürfen die 60 Vorsorge- und Rehabilitationskliniken in Mecklenburg-Vorpommern wieder öffnen. Doch viele bleiben in dieser Woche noch geschlossen. Die Einrichtungen arbeiten mit Hochdruck an ihren Betriebs- und Hygienekonzepten, um so schnell wie möglich wieder Patienten aufnehmen zu können.

Hoher Kommunikationsaufwand

So auch die Mutter-Vater-Kind-Kliniken Kühlungsborn, Bad Doberan, Graal-Müritz und Baabe auf Rügen. Hier dürfen aktuell noch keine Patienten anreisen. Laut der Geschäftsführerin vom Bäderverband, Annette Rösler, liegt das unter anderem daran, dass innerhalb der letzten Woche verschiedene Verordnungen von der Landesregierung kamen, die einen hohen Kommunikationsaufwand verursacht haben. So wurde vor Kurzem eine Auslastungsgrenze von 60 Prozent festgelegt, die dann jedoch durch eine individuelle Quote ersetzt wurde. Der hohe Kommunikationsaufwand verzögert den Prozess des Hochfahrens in vielen Einrichtungen. Das wiederum sorgt dafür, dass die Wartelisten immer länger werden - besonders in den Mutter-Vater-Kind-Kliniken, so die Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks Anne Schilling.

Kliniken müssen sich an bestehende Regeln halten

Für die Rückkehr zum Regelbetrieb gelten strenge Auflagen. Auch die Vorsorge- und Rehakliniken müssen sich an die bestehenden Konzepte halten oder haben mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGus) individuelle Konzepte abzustimmen. Anreisende aus Risikogebieten müssen beispielsweise einen negativen Corona-Test vorweisen. Gruppentherapien oder Gruppenanwendungen sind erlaubt, allerdings unter Auflagen. Und es gilt die Abstandsregel - auch bei Vorsorge- und Reha-Maßnahmen. Da muss natürlich geguckt werden, wie das auch organisatorisch umzusetzen ist, erklärt die Bäderverbands-Geschäftsführerin. Wann genau Patienten wieder anreisen dürfen, entscheidet sich dann individuell von Klinik zu Klinik.

Nicht alle Kliniken mussten schließen

Einige Kliniken im Land konnten auch während der Corona-Beschränkungen Patienten betreuen. So waren die Anschlussheilbehandlungen nach einem Krankenhausaufenthalt durchgehend erlaubt, sagte die Geschäftsführerin vom Bäderverband. Die Median Klinik Heiligendamm hat sich auf die Nachbehandlung von Covid-19-Patienten fokussiert und musste den Betrieb deshalb nicht runterfahren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 24.05.2020 | 16:00 Uhr

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