Stand: 15.09.2020 05:03 Uhr

Petition zum Erhalt des Grambower Moors übergeben

Ein Moor.  Foto: Isabelle Vitos
Das Grambower Moor ist eines der größten Regenmoore im Nordosten und steht seit 80 Jahren unter Naturschutz. (Archivbild)

Eine Einigung zur Erhaltung des Grambower Moores in der Nähe von Schwerin steht kurz bevor. Die Torf-Abbau-Rechte für das Moor sollen an das Land übergehen - das hat der Leiter der zuständigen Bundes-Behörde bestätigt. Die Frage ist noch, was das kosten wird. Die Verhandlungen mit dem Land stünden kurz vor dem Abschluss, sagte der Leiter der Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH des Bundes. Das Umweltministerium wolle möglicherweise noch im September entscheiden, ob es die Bergbaurechte für das Gebiet erwirbt.

BUND fordert: Bergbaurechte kostenfrei übertragen

Die Moor-Fläche gehört schon dem Land. Die Umweltschutzorganisation BUND hat am Montag eine Petition mit mehr als 2.000 Unterschriften an die Bundesbehörde übergeben. In der Petition fordern die Naturschützer, dass die Bergbaurechte kostenfrei an das Land oder eine Naturschutzstiftung übertragen wird. Ob das tatsächlich so kommt oder ob das Land eine bestimmte Summe für die Rechte bezahlen muss, ist noch unklar. Das Grambower Moor ist eines der größten Regenmoore im Land und steht seit 80 Jahren unter Naturschutz.

Großflächiger Torfabbau befürchtet

Die Regelung, um die es geht, steht schon so im Einigungsvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR. Die Flächen gehören dem Land - über die Abbau-Rechte entscheidet aber der Bund. Und das soll sich jetzt ändern, indem das Land diese Rechte kostenfrei vom Bund übernimmt - dies fordern die Initiatoren der Petition. Das Land würde den Abbau von Torf nicht erlauben - da sind die Umweltschützer sicher. Bei der Übergabe am Montag war auch der Bürgermeister der Gemeinde Grambow und Einwohner dabei. Sie alle hatten die Befürchtung, dass demnächst auf großen Flächen Torf in dem Moor abgebaut wird.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.09.2020 | 18:00 Uhr

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