Stand: 02.06.2020 18:04 Uhr

Pasewalk: Haftstrafe wegen Brandstiftung

Der Angeklagte wurde zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. © Christopher Niemann Foto: Christopher Niemann
Der Angeklagte wurde zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Ein 33-jähriger Mann aus Relzow bei Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ist wegen schwerer Brandstiftung zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Zwei Wohnungen eines Mehrfamilienhauses - darunter seine eigene - hat er nach Überzeugung des Amtsgerichts Pasewalk in Brand gesetzt. Bei dem Feuer Anfang März 2018 in der Anklamer Innenstadt sei glücklicherweise niemand verletzt worden. Aber der Sachschaden sei mit 800.000 Euro erheblich, heißt es in der Urteilsbegründung.

Feuerwehr selbst gerufen

Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der Verurteilte zuerst im Hausflur Kunststoffplatten entzündet und danach Feuer im Zimmer seines eigenen Sohnes gelegt hatte. Ein Brandursachenermittler konnte eindeutig nachweisen, dass die beiden Brände vorsätzlich herbeigeführt worden waren. Als Tatmotiv nimmt das Gericht Ärger zwischen dem Verurteilten und seinem Vermieter oder möglicherweise Versicherungsbetrug an. Der Verurteilte hatte vor der Tat sämtliche Hausbewohner gewarnt und auch selbst die Feuerwehr gerufen. Alle Mieter konnten sich retten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 02.06.2020 | 18:00 Uhr

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