Stand: 11.06.2020 16:03 Uhr

Mukran: Mehr Umschlag dank Seidenstraßen-Anschluss

Das Containerschiff, die MS_Constance verkehrt zwischen dem Hafen von Mukran und Russland. © Mukran-Port Foto: Mukran-Port
Die neue Seidenstraße beschert dem Hafen Sassnitz-Mukran ein Umschlagsplus.

Der Anschluss des Hafens Sassnitz-Mukran auf Rügen an die neue Seidenstraße nach China beschert dem Port höhere Umschlagszahlen. Nach Angaben der Betriebsgesellschaft wurden allein seit März rund 2.200 Container umgeschlagen. Ein Novum, erweckt doch der Hafen selbst bislang eher nicht den Eindruck eines großen Überseehafens. Noch dominieren Röhren und U-Bahnteile auf der Mukraner Hafenpier.

Schnelleres Schiff für den Linienbetrieb

Nach einem Probebetrieb zum Jahreswechsel hatten die Betreiber der neuen Frachtverbindung zwischen dem russischen Baltijsk und dem Hafen Mukran im März einen Linienbetrieb aufgenommen. Einmal in der Woche pendelte ein Containerfrachter zwischen den beiden Orten. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde dieses Schiff kürzlich durch ein größeres und schnelleres ersetzt, das nun zweimal in der Woche Mukran anlaufen wird.

Von Corona-Krise keine Spur

Von moderner Elektronik bis zur Babywindel werden künftig mehr Waren zwischen den beiden Orten pendeln. Transporteure nutzen den Weg über die Ostsee hauptsächlich, wegen der Zeitersparnis gegenüber dem Schienenweg durch Polen. Dort müssten die Züge mit den Waren aus Ostasien oder Russland umgespurt werden. Die neue Seidenstraßeninitiative ist ein Projekt der Volksrepublik China. Damit sollen Handelsbeziehungen zwischen Asien und Europa ausgebaut und der Welthandel angekurbelt werden. Wegen des wachsenden Einflusses Chinas war das Projekt im Vorfeld politisch und ökonomisch heftig umstritten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.06.2020 | 16:00 Uhr

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