Stand: 17.01.2018 13:57 Uhr

Massengentest nach Vergewaltigung in Göhren

Nach der Vergewaltigung einer Urlauberin in Göhren auf Rügen hat die Polizei mit einem Massengentest begonnen. Der Test ist freiwillig, die Eingeladenen seien nicht tatverdächtig, so eine Polizeisprecherin. Angeschrieben wurden 500 Männer im Alter zwischen 15 und 35 Jahren, die sich zwischen dem 30. April und dem 1. Mai des vergangenen Jahres in der Umgebung von Göhren aufgehalten haben. Dabei handelt es sich neben Einheimischen und Pendlern auch um Besucher und Urlauber.

Urlauberin gewaltsam in Gebüsch gezerrt

Die 56 Jahre alte Urlauberin aus Sachsen war am frühen Morgen des 1. Mai auf dem Rückweg vom Strand von hinten attackiert, mit einem Messer bedroht und in ein Gebüsch gezerrt worden. Dort verging sich der Täter an ihr. Der Mann floh, das Opfer wurde durch das Messer schwer verletzt und kam in eine Klinik.

Polizei hofft auf große Beteiligung

Die Erstellung eines Phantombildes nach der Tat gelang Polizeiangaben zufolge nicht, auch ein Abgleich mit DNA-Vergleichsspuren brachte bisher keinen Erfolg. Allerdings konnten die Beamten DNA Material sicherstellen, dass eindeutig vom Täter stammt. Nun hat das Amtsgericht Stralsund den freiwilligen Massengentest angeordnet. Bis Sonntag werden im Haus des Gastes in Göhren Speichelproben der eingeladenen Männer genommen. Die Polizei hofft auf eine möglichst hohe Beteiligung, um die Zahl der Tatverdächtigen einzugrenzen. Mit den Ergebnissen wird frühestens in mehreren Wochen gerechnet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 17.01.2018 | 11:00 Uhr

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