Stand: 11.04.2020 13:13 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Koggen-Förderern in Wismar geht das Geld aus

Das Schiff "Wissemara" im Alten Hafen © NDR Foto: Samir Chawki
Die "Wissemara", ein Nachbau der Poeler Kogge von 1354, im Alten Hafen in Wismar.

Durch die Corona-Krise fehlt dem Förderverein "Poeler Kogge" in Wismar Geld, um die Wartung und die Instandsetzung der Kogge "Wissemara" zu finanzieren. Beantragte Hilfsgelder hat der Verein noch nicht bekommen. Das Osterwochenende ist normalerweise Hochsaison für die "Wissemara". Doch die fällt in diesem Jahr aus und somit bleibt die Kasse leer. Täglich hätte der Verein mit zwei Gäste-Ausfahrten bis zu 4.000 Euro einnehmen können.

Neuer Mast aus 140 Jahre alter Douglasie

Pflege, Wartung, Strom, Diesel und Heizung müssen dennoch weiter bezahlt werden. Auch die nächste große Reparatur steht an. Der 35 Meter hohe Mast muss erneuert werden. Dazu hatte ein Holzgutachter geraten. Vor einigen Tagen wurde im Oberharz bereits eine 140 Jahre alte Douglasie gefällt - ein Geschenk der niedersächsischen Landesforsten, wie Gerd Lemke vom Förderverein erläutert. Um einen neuen Koggenmast zu bauen, muss der 20 Tonnen schwere Stamm demnächst an die Ostseeküste transportiert werden. Der neue 35 Meter hohe Mast soll auf einer Werft in Kirchdorf auf Poel montiert werden. Zwar wird auch der Transport der Douglaise von einem Unternehmen in Wismar gesponsert. Gleichwohl wird es dem Förderverein einen größeren fünfstelligen Betrag kosten, bis die "Wissemara" wieder flott ist.

Koggentreffen im Juni ungewiss

Eigentlich sollte auch das alljährliche Koggentreffen mit sechs Koggen aus Deutschland und den Niederlanden Mitte Juni die Vereinskasse auffüllen. Allerdings ist unklar, ob es in diesem Jahr stattfindet. Im Förderverein "Poeler Kogge" sind 350 Mitglieder organisiert. Die "Wissemara" ist ein Nachbau einer Kogge aus der Hansezeit vor 650 Jahren. Das Wrack wurde 1997 vor Timmendorf auf der Insel Poel entdeckt.

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NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 11.04.2020 | 14:00 Uhr

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