Eine Impfdosis und eine Spritze © Colourbox Foto: Beneda Miroslav

Impfpanne in Stralsund: Staatsanwaltschaft ermittelt

Stand: 01.01.2021 09:26 Uhr

Nach der Impfpanne in einem Stralsunder Pflegeheim ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Arzt. Er hatte beim Impfstart am Sonntag acht Pflegekräften die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffes gespritzt.

Ein Zeitungsleser habe Anzeige erstattet, so der zuständige Staatsanwalt in Stralsund, darüber hinaus werde von Amts wegen ermittelt. Geprüft wird, ob es sich bei der geimpften Überdosis um fahrlässige Körperverletzung handelt. Der Arzt wird nun von der Polizei noch einmal vernommen, ein Ermittlungsergebnis wird in etwa sechs Wochen vorliegen. Da es keinen Strafantrag gibt und auch die acht Betroffenen sich bislang nicht gemeldet haben, rechnet der Staatsanwalt mit einer Einstellung des Verfahrens.

Gespräche zur Klärung haftungsrechtlicher Fragen

Im Zuge der Auswertung des Vorfalls gebe es auch Gespräche zwischen Land, Landkreis und Staatsanwaltschaft, sagte eine Sprecherin des Landkreises Vorpommern-Rügen am Mittwoch. Dabei gehe es unter anderem um haftungsrechtliche Fragen.

Letzte Pflegeheim-Mitarbeiterin hat Krankenhaus verlassen

Am Sonntag beim Impfauftakt war acht Mitarbeitern des Pflegeheims versehentlich die fünffache Dosis des Impfstoffs gespritzt worden. Vier Pflegekräfte hatten sich vorsorglich zur Beobachtung ins Klinikum begeben. Am Donnerstag durfte auch die letzte noch im Krankenhaus verbliebene Mitarbeiterin wieder nach Hause. Drei der acht Mitarbeiter, die irrtümlich mit der fünffachen Menge geimpft worden waren, berichten nach Kreisangaben immer noch von Symptomen. Sie stehen im täglichen telefonischen Kontakt mit dem Gesundheitsamt des Kreises. Den Pflegekräften wurde offenbar jeweils der gesamte Inhalt einer Impfstoffflasche gespritzt. Eigentlich reicht er für fünf Impfdosen.

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