Stand: 15.11.2019 07:08 Uhr

Hagenow: Großeinsatz im Arbeitslosenzentrum

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Um welche Substanz es sich bei der stechend riechenden Flüssigkeit handelt, ist noch unklar.

Im Arbeitslosenzentrum Hagenow im Landkreis Ludwigslust Parchim gab es am Donnerstagmorgen einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei. Zwei Gebäude mussten evakuiert werden, weil Unbekannte offenbar eine stechend riechende Säure verschüttet hatten. Die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr richteten einen 50 Meter Sicherheitsradius rund um die betroffenen Gebäude ein.

Flüssigkeit löst Übelkeit und Erbrechen aus

Die Einsatzkräfte brachten insgesamt 45 Menschen in Sicherheit, darunter auch 25 Kinder einer Schulklasse, die in einer Turnhalle versorgt wurden. Fünf von sieben Personen, die mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten, konnten das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen. Zwei Personen wurden den Angaben zufolge stationär aufgenommen.

Polizei über Einbruch informiert

Neben der Hagenower Feuerwehr rückten auch Freiwillige Wehren aus Boizenburg, Zarrentin, Ludwigslust und Grabow an, um eine Sicherheitszone einzurichten. Die Polizei hatte den stechenden Geruch in den Büroräumen der Schuldnerberatung des Arbeitslosenzentrums bemerkt, nachdem sie wegen Einbruchs in das Zentrum informiert wurden. Lange war unklar, um welche Substanz es sich handelte. Erste Ermittlungen haben ergeben, dass es sich um eine flüssige Säure in geringer Konzentration handelte.

Hintergründe noch unklar

Über die Hintergründe der Tat ist noch nichts bekannt. Die Beamten ermitteln nun wegen Einbruchs sowie gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt. Die Räumlichkeiten, die mit der Säure verunreinigt wurden, müssen durch eine Spezialfirma gereinigt werden, solange bleibt das Arbeitslosenzentrum gesperrt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.11.2019 | 14:00 Uhr

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