Grevesmühlen wird "Smart City"

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WLAN in der Innenstadt ist der erste Schritt, Service-Apps für öffentliche Einrichtungen oder die Parkplatzsuche sollen folgen.

Grevesmühlen hat sich erfolgreich für den Modellversuch "Smart Cities" beworben. Das Projekt des Bundesinnenministeriums will digitale Stratagien für das Stadtleben der Zukunft erproben und entwickeln. Aus Mecklenburg-Vorpommern hatte sich Grevesmühlen für das Vorhaben beworben und wurde für die Kategorie "Kleinstädte und Landgemeinden" benannt. Grevesmühlen erhält für den Modellversuch insgesamt eine Förderung in Höhe von 675.000 Euro.

Digitaler Wandel zum Nutzen der Stadt

In vier Staffeln soll das auf zehn Jahre angelegte Projekt erpoben, wie die Digitalisierung das tägliche Leben der Menschen beeinflusst. Daraus stadtentwicklerische und zukunftsfähige Konzepte abzuleiten, ist das Ziel des Bundesinnenministeriums.

Grevesmühlen setzt auf Bürgerservice

Grevesmühlen setzt in puncto Digitalisierung auf Bürgerservice. Derzeit habe die Stadt nach Aussage eines Sprechers Nachholbedarf. Der Ist-Zustand sei ernüchternd, aber die 10.000-Einwohner-Stadt habe große Pläne, hieß es. Seit Mai gibt es in den Haupteinkaufsstraßen bereits schnelles und kostenloses WLAN, das weiter flächendeckend ausgebaut werden soll. Bislang ist allerdings nur ein etwa zwei Kilometer großer öffentlicher Raum abgedeckt. Wer das freie Netz in der Stadt nutzt, soll künftig Zugang zum Portal "Grevesmühlen erleben" haben, das sich derzeit noch im Aufbau befindet.

Stadtportal "Grevesmühlen erleben"

Über das Stadtportal sollen sich Einwohner künftig von den Öffnungszeiten und Angeboten öffentlicher Einrichtungen über den Bürgerservice im Rathaus bis hin zur Terminvergabe für Ärzte, Behörden und Handwerkern informieren können. In Planung für die kommenden fünf Jahre sind außerdem verschiedene Apps für die Parkplatzsuche, Apotheken und Busfahrpläne.

Das Bundesinnenministerium plant, in den kommenden zehn Jahren 50 dieser Modellprojekte zu finanzieren. Dafür stehen dem Ministerium zufolge etwa 750 Millionen Euro in Staffeln zu je 150 Millionen Euro bereit.

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