Stand: 11.10.2018 15:43 Uhr

Glücksatlas: Der Nordosten ist glücklich, aber ....

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Diesmal punktet der Nordosten nicht nur mit Naturschöhnheiten: Auch im Bereich Arbeit sind die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern überdurchschnittlich zufrieden.

Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind glücklich, aber auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Das geht aus dem Glücksatlas 2018 hervor, den die Deutsche Post am Donnerstag in Hamburg vorstellte. Der Nordosten gehört zu den "Aufsteigern" der Untersuchung, die bereits zum zehnten Mal die Lebenszufriedenheit der Deutschen abbildet. Denn im Ranking der glücklichsten Deutschen rückt Mecklenburg-Vorpommern vom 17. auf den 15. Platz vor. Statistisch ausgedrückt ist der Wert für das Lebensglück der Mecklenburger und Vorpommern laut Erhebung um 0,07 Punkte auf 6,96 gestiegen - auf einer Skala von 0 bis 10.

Was fehlt zum Glück?

Negativ schlägt zu Buche, dass die Zufriedenheit in den Bereichen Gesundheit und Haushaltseinkommen im Land weiterhin unterdurchschnittlich ist. Als Ursache führen die Forscher zum Beispiel die deutschlandweit höchste Pflegequote im Nordosten an. Hierzulande müssen fast 1,5 Prozent der Menschen mehr gepflegt werden als im Bundesdurchschnitt.

So kommt der Glücksatlas zustande

Der "Glücksatlas 2018" basiert auf Daten des Sozio-Oekonomischen Panels (SOEP), das seit 1984 die Lebensumstände der Menschen in Deutschland jährlich repräsentativ abbildet. Zudem fließen aktuelle Umfragen des Instituts für Demoskopie Allensbach und weitere Datenquellen in die Untersuchung ein. Die Zufriedenheit wird mit einer Skala von 0 = "ganz und gar unzufrieden" bis 10 = "ganz und gar zufrieden" abgefragt. Der Wert für die allgemeine Lebenszufriedenheit basiert auf Erhebungen zwischen 2014 und 2018. Die Zufriedenheitswerte für die einzelnen Lebensbereiche basieren auf Erhebungen der Jahre 2014 bis 2016.

Trotz hoher Arbeitslosigkeit: MV ist zufrieden

Besser sieht es im Bereich Arbeit aus: Da sind die Mecklenburger und Vorpommern zufriedener als im deutschen Mittel. Das wird unter anderem mit einer niedrigeren Quote bei der Leiharbeit begründet. Gewonnen hat der Nordosten in der Kategorie "regionale Attraktivität". Mit einem Wert von 18,5 liegt Mecklenburg-Vorpommern weit über dem deutschen Durchschnittswert von 5,6.

Der gesamtdeutsche Durchschnittswert der Zufriedenheit beträgt übrigens 7,05. An der Tabellenspitze steht Schleswig-Holstein und die Rote Laterne hat Brandenburg von Sachsen-Anhalt übernommen. Auf der Landkarte des Glücksatlas gibt es übrigens nicht 16 Bundesländer, sondern 19 Regionen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.10.2018 | 16:30 Uhr

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