Stand: 09.04.2020 14:55 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Corona-Einschränkungen gelten auch in Sportboothäfen

Auch in den Sportboothäfen in Mecklenburg-Vorpommern gelten wegen der Corona-Pandemie erhebliche Einschränkungen. (Archivbild)

Sportboothäfen in Mecklenburg-Vorpommern sind gemäß der aktualisierten Verfügung des Landes wegen der Corona-Pandemie für den Publikumsverkehr derzeit geschlossen. Nun hat die Wasserschutzpolizei klargestellt, was das im Einzelnen bedeutet.

Betreten, Einlaufen und Übernachten an Bord verboten

Demnach fallen unter den Begriff Sportboothafen sämtliche Anlege- oder zusammenhängende Liegeplätze für Sportboote. Dazu gehören auch Marinas, Jachtclubs, Wasserwanderrastplätze, Anlagen mit Bootsschuppen oder Bootshausanlagen mit Außenliegeplätzen.

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Bis zum 19. April dürfen diese weder von Land aus betreten werden noch dürfen Boote ein- oder auslaufen. Auch die Übernachtung an Bord oder die Nutzung der Infrastruktur in den Häfen sei verboten, ebenso das Kranen, Trailern oder Arbeiten an Booten. Ausgenommen sind Hausbootbesitzer, die auf dem Boot ihren Hauptwohnsitz haben. Die dürfen dort bleiben. Auch Besitzer eines Wassergrundstückes dürfen noch auf ihren Steg oder ihr Boot.

Leinenkontrolle ist eingeschränkt erlaubt

Erlaubt ist hingegen die Leinenkontrolle zur Gefahrenabwehr und Sicherung und auch - falls das Boot gerade aus dem Winterlager oder einer Werft kommt - die Fahrt zum angestammten Liegeplatz. Von Karfreitag bis Ostermontag ist dann sogar nur noch die Leinenkontrolle erlaubt, aber das auch nur, wenn sich die Wetterbedingungen oder der Wasserstand wesentlich ändern. Die Wasserschutzpolizei wies darauf hin, dass die Verfügungen seit Mitte März wasser- und landseitig kontrolliert werden. Gegen Rechtsverstöße werde konsequent vorgegangen.

Am Donnerstag hat die Wasserschutzpolizei die Regenn noch einmal präzisiert und einige Beispiele gegeben.

Erlaubt ist:

  • die Ausfahrt auf das Gewässer mit dem eigenen Boot (einschließlich SUP, Kite- und Segelsurfen, Kajak, Kanu etc.)
  • das Angeln vom eigenen Boot auf dem Gewässer und von Land
  • der Aufenthalt bzw. die Übernachtung auf dem eigenen Boot im Sportboothafen oder auf dem Gewässer bzw. im Bootsschuppen
  • das Arbeiten am eigenen Boot
  • das Verbringen des eigenen Bootes zum Liegeplatz aus dem Winterlager'
  • der Aufenthalt und Arbeiten im Winterlager
  • Fahrten mit Kfz., Trailer und Boot zum Sportboothafen bzw. zur Ablegestelle

Nicht erlaubt ist:

  • die Vermietung von Booten
  • Kutterfahrten ("Angelkutter"), geführte Angeltouren bzw. Guiding
  • Ausbildungsfahrten (Bootsfahrschule), Regatten oder gemeinschaftliche Ausfahrten
  • gemeinschaftliche Feierlichkeiten in Sportboothäfen
  • das Slippen und Kranen des eigenen Bootes innerhalb von Sportboothäfen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 08.04.2020 | 12:00 Uhr

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