Stand: 23.08.2018 15:30 Uhr

Erstes Gelöbnis mit neuer Bundeswehr-Ausbildung

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Die Rekruten sollen mithilfe des Projekts einen einheitlichen Fitness-Standard erreichen. (Archivbild)

Auf dem Sportplatz der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne in Hagenow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) haben am Donnerstag 46 Rekruten ihre Gelöbnisse abgelegt. Sie sind die Ersten mit einer neuen Grundausbildung.

Mehr Sport zur Leistungssteigerung

Das vor wenigen Monaten gestartete Pilotprojekt sieht eine bessere sportliche Ausbildung der Rekruten vor. Anstelle von 70 Stunden mussten die Rekruten 110 Stunden Sport absolvieren. Dabei waren sie in Leistungsgruppen eingeteilt. Schon während der ersten Wochen der dreimonatigen Grundausbildung habe sich der Fitnesszustand aller Rekruten deutlich gesteigert, so der Hagenower Kommandeur Alexander B. Radzko.

Bundesweite Einführung im kommenden Jahr?

Das Pilotprojekt ist mit der Sportschule der Bundeswehr entwickelt worden. Es ist eine Mischung aus intensivem und regenerativem Training. Ziel ist es, die Rekruten während der Ausbildung auf ein einheitliches Sport-Level zu bringen. Im Sommer kommenden Jahres könnte die erneuerte Grundausbildung bundesweit eingeführt werden.

Die Bundeswehr zieht damit Konsequenzen aus Vorfällen an anderen Standorten, bei denen junge Soldaten beim Marschieren zusammengebrochen waren. Im niedersächsischen Munster war ein Offiziersanwärter gestorben.

Weitere Informationen

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Auf dem Truppenübungsplatz Jägerbrück bei Torgelow wird wieder scharf geschossen. Es ist der bundesweit einzige Fall, bei dem ein zurückgestufter Trainingsplatz wieder aufgewertet wird. (23.11.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 23.08.2018 | 06:00 Uhr

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