Stand: 27.02.2019 14:42 Uhr

Borwinbrunnen gesprengt: 31-Jähriger verurteilt

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Der Verurteilte hatte gestanden, den Borwinbrunnen in Güstrow gesprengt zu haben.

Der Prozess um die Zerstörung des Güstrower Borwinbrunnens ist mit einer Bewährungsstrafe zu Ende gegangen. Der Richter am Amtsgericht Güstrow hat den 31-jährigen Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Die Strafe wurde für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Er erhielt außerdem eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro und muss 150 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten.

Vollständiges Geständnis des Angeklagten

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Das beschädigte Güstrower Wahrzeichen soll im Frühjahr restauriert werden.

Der Mann habe mit Sprengstoff eine Explosion herbeigeführt, somit gegen das Sprengstoffgesetz und zudem gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen. Zuvor hatte der 31-Jährige gestanden, in der Silvesternacht 2017/18 einen Böller in der Wasserschale des Borwinbrunnens in Güstrow angezündet und die Schale so abgesprengt zu haben. Vor Gericht zeigte der Mann Reue und sagte, dass es ihm leid tue. Die etwa handballgroße, illegale Kugelbombe hatte der Verurteilte in Polen gekauft. Die Polizei war durch Handyvideos auf den Mann aufmerksam geworden. Der Schaden wurde auf rund 110.000 Euro geschätzt.

Wiederaufbau für das Frühjahr geplant

Der Wiederaufbau soll im Frühjahr beginnen, so eine Sprecherin der Stadt. Ein Förderantrag über 50.000 Euro wurde gestellt, außerdem läuft eine Spendenaktion. Der Borwinbrunnen steht seit 1889 am Güstrower Pferdemarkt. Er soll an die Gründung der Stadt und an deren Stifter Fürst Heinrich Borwin II. erinnern. Schon Silvester 2003 war er stark beschädigt worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.02.2019 | 13:00 Uhr

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