Zwei Wildschwein-Frischlinge stehen im bunten Herbstlaub. © Jannis Langmaack Foto: Jannis Langmaack

Bestätigt: Drei weitere Fälle von Schweinepest in MV

Stand: 27.11.2021 10:34 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es drei weitere amtlich bestätigte Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP). Das Friedrich-Loeffler-Institut auf dem Riems hat die Seuche bei Wildschweinen diagnostiziert.

Die Tiere gehören zu einer Gruppe von Wildschweinen, die während einer Drückjagd vor einer Woche nahe Marnitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) an der Landesgrenze zu Brandenburg erlegt wurden. Während der Jagd hatten Treiber einen toten infizierten Frischling entdeckt. Daraufhin wurden alle 17 erlegten Wildschweine untersucht. Drei von ihnen sind nun ebenfalls positiv getestet worden. Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, infizierte Schweine sterben jedoch in der Regel.

Unbefugte dürfen Sperrgebiet nicht betreten

Der Kreis Ludwigslust-Parchim hat bereits Zonen eingerichtet, in denen strenge Vorschriften gelten. Dazu zählt auch ein Sperrgebiet, das Unbefugte nicht mehr betreten dürfen. Dort wird nun ein Schutzzaun errichtet. Der Bau ist bereits begonnen worden. Sämtliche Wildschweine sollen in dieser Region nun aufgespürt und erlegt werden, um die Gefahr weiterer Infektionen möglichst einzudämmen.

Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und Drohnen sollen Wildschweine aufspüren

Die Arbeiten an dem rund 40 Kilometer langen Elektrozaun südlich der A24 sollen in den kommenden vier Tagen abgeschlossen sein, sagte ein Sprecher des Landkreises am Sonnabend. Seit Freitag arbeiten die Landesforst und der Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung zudem daran, sich einen genauen Überblick über die Anzahl der Wildschweine im Gebiet zu verschaffen. Dazu werden mehrere Drohnen eingesetzt - in den kommenden Tagen soll auch ein Polizei-Hubschrauber mit Wärmebildkameras zum Einsatz kommen. Erst, wenn der Zaun fertig ist, wollen Experten ins Gebiet gehen. Bis dahin sollen die Tiere nicht aufgescheucht werden.

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30.000 Hausschweine im Überwachungsgebiet

Neben der Kernschutzzone südwestlich der A24 zwischen Marnitz und Ziegendorf hat der Landkreis ein größeres Überwachungsgebiet ausgewiesen, das über die Stadt Parchim hinausreicht. Dort werden den Angaben zufolge die Hausschweinbestände besonders beobachtet. Die Behörden gehen davon aus, dass es in dem Gebiet 106 Hausschweinbestände mit zusammen 25.000 bis 30.000 Tieren gibt. Acht dieser Betriebe haben den Angaben zufolge mehr als 100 Schweine. Bisher lägen keine Hinweise vor, dass Haustierbestände in der Region von der Afrikanischen Schweinepest betroffen seien. Halter müssen insbesondere sicherstellen, dass Hausschweine nicht mit Wildschweinen in Kontakt kommen können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 27.11.2021 | 11:00 Uhr

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Landwirtschaft

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