Polizisten © dpa-Bildfunk Foto: Silas Stein

Bei Kontrolle: "Reichsbürger" soll Polizisten angefahren haben

Stand: 07.01.2022 15:53 Uhr

In Rostock ist ein Polizist bei einer Geschwindigkeitskontrolle angefahren und verletzt worden. Verursacher war ein Mann, der offenbar zur sogenannten Reichsbürger-Szene gehört.

Der Autofahrer war am Donnerstag mit 73 statt der erlaubten 50 Kilometer pro Stunde auf der Rövershäger Chaussee unterwegs. Den Versuch, ihn zu stoppen, habe der Mann ignoriert, hieß es von der Polizei. Stattdessen habe der den Motor aufheulen lassen und sei erst einen Meter vor einem Polizisten zum Stehen gekommen. Dann habe er plötzlich erneut Gas gegeben und den Polizisten angefahren.

Ermittlungen wegen dreier Tatbestände

Der Beamte sei auf die Motorhaube geschleudert worden und habe sich leicht verletzt. Erst nach mehrfacher Aufforderung sei der Autofahrer aus seinem Wagen ausgestiegen - einen Führerschein oder Fahrzeugpapiere legte er nicht vor. Er begründete dies damit, dass die Polizisten dazu kein Recht hätten. Die Polizei erklärte, so wie sich der Mann verhalten und geäußert habe, deute vieles darauf hin, dass er der "Reichsbürger"-Szene zuzuordnen ist. Gegen den Mann wird nun gleich dreifach ermittelt: wegen gefährlicher Körperverletzung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 07.01.2022 | 11:00 Uhr

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