Stand: 19.08.2019 13:40 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Baustart für neue A20-Brücke bei Tribsees

An der A20 bei Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) hat die endgültige Instandsetzung am abgesackten Abschnitt begonnen. Am frühen Montagnachmittag wurde im Beisein vom Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) symbolisch der erste Bohrpfahl gesetzt.

Baustart für neue Autobahnbrücke bei Tribsees

Nordmagazin -

Bei Tribsees haben die Bauarbeiten für eine neue Autobahnbrücke begonnen. In viereinhalb Jahren soll sie fertig sein. Probleme könnte vor allem der instabile Untergrund machen.

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Pfähle bis zu 25 Meter tief

Knapp neun Millionen Euro kostet der erste Bauabschnitt, bei dem eine tief gegründete Brücke an der östlichen Seite des Trebeltals in Fahrtrichtung Rostock neu errichtet wird. Dazu werden mehr als 30 Bohrpfähle, jeder mehr als 1,20 Meter stark, bis zu 25 Meter tief in den moorigen Untergrund gebohrt. Sie sollen die neue Brücke tragen.

Sanierung soll bis Ende 2023 dauern

Ende Oktober soll dann das Vergabeverfahren für eine mehr als 500 Meter lange Brücke beginnen, die auf 340 Bohrpfählen ruhen soll. Erst wenn dieser Bauabschnitt fertiggestellt ist, kann mit der Fahrbahn in Richtung Stettin der letzte Bauabschnitt angegangen werden. Das Vergabeverfahren soll im März 2021 beginnen. Laut einer Antwort der Bundesregierung aus dem Februar ist mit der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten erst Ende 2023 zu rechnen.

Einspuriger Verkehr über Behelfsbrücke

Die Kosten sollen sich auf rund 100 Millionen Euro für den Neubau und weitere fast 60 Millionen Euro für die Behelfsbrücke belaufen, die von einer niederländischen Spezialfirma angemietet wurde. Mit ihr ist die Abbruchstelle immerhin einspurig in beide Richtungen passierbar. Die A20 war im September 2017 bei Tribsees im moorastigen Untergrund versunken, weil die Gründung versagt hatte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.08.2019 | 14:00 Uhr

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