Stand: 16.12.2019 15:01 Uhr

ASP: Spezial-Lkw für Kadaver-Beseitigung angeschafft

Spezialfahrzeug vom Typ Mercedes Benz Atego zur Beseitigung von Fallwild aus ASP-Restriktionsgebieten © Landwirtschaftsministerium MV Foto: Landwirtschaftsministerium MV
In dem Lkw können 16 Behälter transportiert werden.

Mecklenburg-Vorpommern schützt sich weiter vor einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Das Landwirtschaftsministerium stellte am Vormittag ein neues Spezialfahrzeug vor. Mithilfe dieses speziellen Lkw können infizierte Schweine, die erlegt oder verendet aufgefunden wurden, abtransportiert werden.

Firma mit Sitz in Malchin zuständig

Es ist genau vorgeschrieben, wer diese Tiere beseitigen darf. In Mecklenburg-Vorpommern ist dafür das Unternehmen SecAnim zuständig. Es hat einen Standort in Malchin. In diesem Betrieb steht nun das Spezialfahrzeug. Es enthält unter anderem Edelstahlbehälter, die strengen seuchenhygienischen Bestimmungen entsprechen.

Noch keine ASP-Fälle in Deutschland

Derzeit sind 13 Länder in Europa von der Afrikanischen Schweinepest betroffen, Deutschland und somit auch Mecklenburg-Vorpommern nicht. Hohe Fallzahlen infizierter Wild- und Hausschweine werden aus Polen und Rumänien gemeldet.

Die Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in den vergangenen Jahrzehnten auch außerhalb Afrikas aufgetreten, zuletzt vor allem in Russland. ASP ist eine schwere Virusinfektion, die Haus- und Wildschweine betrifft und sich zum Beispiel über Transportfahrzeuge oder Kleidung ausbreitet. Kontakte der Tiere untereinander oder Futter aus Speiseabfällen können ebenfalls Infektionsquellen sein. In Afrika verbreiten auch Zecken die Krankheit weiter. Befallene Tiere leiden an unterschiedlichen Symptomen wie hohem Fieber oder Atemproblemen und verenden in der Regel innerhalb weniger Tage.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.12.2019 | 15:01 Uhr

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