Stand: 30.12.2018 13:58 Uhr

A20-Loch ohne spürbare Folgen für Tourismus

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Am 12. Dezember wurde die Behelfsbrücke über das A20-Loch freigegeben. Zuvor wurde der Verkehr über Landstraßen umgeleitet.

Ob in Ahlbeck, Bansin oder Heringsdorf - zum Jahresende wird es in vielen Urlaubsorten noch einmal richtig voll. Die erwartete Auslastung liegt vielerorts bei 90 Prozent - vor allem auf Rügen, Hiddensee und Usedom. Während nun zu Silvester der Verkehr auf der A20 bei Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) wieder rollen kann, sah es dort vor einem Jahr noch ganz anders aus.

A20-Loch weckte Befürchtungen

Ein gähnendes Loch mitten in der Autobahn: Viele Hoteliers und Gastronomen in der Region Vorpommern hatten damals befürchtet, das abgesackte Teilstück der A20 bei Tribsees könnte ihnen das Geschäft in der Hauptsaison verhageln.

Am Ende des Jahres sind dennoch alle zufrieden mit der zurückliegenden Hauptsaison. Die befürchteten Umsatzeinbrüche durch das abgesackte Teilstück der A20 bei Tribsees seien ausgeblieben, so der Hotelier Tim Dornbusch aus Zinnowitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald): "Ich glaube, wir haben großes Glück gehabt. Das Loch war am Ende dann doch nicht so schädlich, wie wir all erwartet haben. Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen."

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Beschwerden von Urlaubern ausgeblieben

Nicht nur die Umsatzeinbußen, auch die befürchteten Beschwerden von Urlaubern und Tagestouristen seien ausgeblieben, so Matthias Dettmann vom Hotel- und Gaststättenverband Mecklenburg-Vorpommern: "Letztendlich haben sich nicht viele Menschen davon abhalten lassen, den Urlaub bei uns im Reise- oder Urlaubsland Nummer eins zu verbringen."

Schönes Sommerwetter regulierender Faktor

Nach Ansicht des Landestourismusverbandes konnte der lange und heiße Sommer die Problematik des abgesackten Teilstücks der A20 bei Tribsees erheblich entschärfen. Es hätte schlimmer kommen können, so Vize-Geschäftsführer Tobias Woitendorf. Bei einem verregneten Sommer wie im Jahr 2017 wären die Probleme deutlicher zu Tage getreten, so Woitendorf.

Branche trotzdem vor Herausforderungen

Trotz guter Zahlen steht die Branche vor zahlreichen Herausforderungen: Der Fachkräftemangel, der Infrastrukturausbau oder die Digitalisierung beispielsweise werden den Wettbewerb mit anderen Regionen im kommenden Jahr weiter verschärfen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 30.12.2018 | 12:00 Uhr

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