Stand: 29.11.2018 14:38 Uhr

A20-Loch: Die Behelfsbrücke ist fertig

Die Behelfsbrücke über den abgesackten Teil der A20 nahe Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) ist fertig montiert worden. Am Donnerstag setzten zwei Kräne das 81. und letzte Brückensegment an die richtige Position. Damit ist der Lückenschluss des 773 Meter langen Bauwerks geschafft. Noch vor Weihnachten soll das Autobahn-Teilstück freigegeben werden.

A20-Behelfsbrücke vor der Fertigstellung

A20-Behelfsbrücke vor der Fertigstellung

Nordmagazin -

Die Behelfsbrücke an der A20 bei Tribsees ist fast fertig. Das letzte von 81 Brückensegmenten wurde jetzt eingesetzt. Noch vor Weihnachten soll der Verkehr wieder rollen.

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Restarbeiten stehen noch aus

Die Trasse ist zweigeteilt, dazwischen liegt die Trebeltalbrücke. An den Verbindungen zu dieser Brücke wurde jeweils eine etwa zehn Meter breite Pufferzone eingebaut, um die Brücke nicht zu beschädigen. Die Übergänge zwischen beiden Brücken sollen in der kommenden Woche asphaltiert werden. Anschließend müssen noch die Leitplanken und die Wegweiser installiert sowie die Fahrbahn markiert werden. Einige dieser Arbeiten sind wetterabhängig. Deshalb gibt es vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr noch keinen konkreten Termin für die Verkehrsfreigabe.

Orte werden vom Umleitungsverkehr befreit

Die provisorische Behelfsbrücke wird für zwei Jahre gemietet. Für ihre Nutzung fallen monatliche Kosten in Höhe von 153.000 Euro an. Die Gesamtkosten für die Behelfsbrücke betragen rund 50 Millionen Euro. Mit der Inbetriebnahme der Brücke endet für Autofahrer und die vom Verkehr betroffenen Orte wie Langsdorf und Böhlendorf nach 14 Monaten die quälende Zeit des Umleitungsverkehrs.

A20: Der Bau der Behelfsbrücke

"Alles besser als die Umleitung"

Pro Fahrtrichtung wird es eine Fahrspur geben. Wie Ronald Normann, der Abteilungsleiter Autobahnen im Landesamt für Straßenbau und Verkehr, am Donnerstag sagte, ist zunächst geplant, die Autos mit Tempo 60 über die Brücke fahren zu lassen. Allerdings müsse dann im Betrieb geprüft werden, ob das durchzuhalten ist. Durch die Spalten in der Fahrbahn werde es zu einem dauerhaften "klack-klack-klack"-Geräusch kommen. Möglicherweise muss das Tempo bei zu hoher Lärmbelastung reduziert werden. Für den Bürgermeister des Umleitungsortes Langsdorf, Hartmut Kolschewski, ist das im Moment noch kein großes Problem. "Alles besser als die Umleitung."

Komplettsanierung könnte 2022 abgeschlossen sein

Nach der Inbetriebnahme der Brücke sollen in einem weiteren Schritt die Bauarbeiten für die restliche Sanierung der havarierten Stelle beginnen. Voraussichtlich 2022 soll die Autobahn dann wieder komplett befahrbar sein. Das A20-Teilstück war vor einem Jahr im morastigen Boden eingebrochen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.11.2018 | 13:00 Uhr

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