Stand: 16.04.2021 15:00 Uhr

Nachrichten für Kinder - Was diese Woche wichtig war

Die Kindernachrichten gibt es immer sonnabends bei NDR Info.
Dieses Mal geht es um diese Themen: Die Chefs von CDU und CSU möchten beide Nachfolger von Angela Merkel werden. Mit Kindern aus Hamburg haben wir darüber gesprochen, dass es in Deutschland bald einheitliche Corona-Regeln geben soll. Wir berichten darüber, dass für Muslime in aller Welt der Fastenmonat Ramadan begonnen hat. Außerdem unterhalten wir uns mit Schülerinnen und Schülern aus Rostock darüber, dass vor 60 Jahren der Russe Juri Gagarin als erster Mensch ins All geflogen ist.

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1. Ringen um das Kanzleramt

Markus Söder (CSU, l), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, und Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sind auf dem Weg zur Sitzung der CDU/CSU Fraktion im Bundestag (Kombo). © picture alliance/dpa Foto: Michael Kappeler
Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU) möchten beide Kanzlerkandidat werden.

Kinder aus Rostock: Angela Merkel ist gerade die Bundeskanzlerin, aber im Herbst, da wird ein oder eine neue Kanzler:in gewählt.

NDR Info Kindernachrichten: Vor der Bundestagswahl einigen sich viele Parteien in Deutschland auf einen Spitzenkandidaten oder eine Kandidatin. Er oder sie könnte Regierungschef werden, wenn die Partei gewinnt. Mit wem die CDU und die CSU die besten Chancen hätten, da sind die Chefs der beiden Schwesterparteien unterschiedlicher Meinung.

Kinder: Aus der CDU haben sich jetzt zwei Männer beworben und die möchten auch gerne Kanzler werden. Und da ist jetzt Streit. Söder und Laschet streiten jetzt darum, wer besser ist.

NDR Info Kindernachrichten: Armin Laschet ist der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Chef von der CDU. Markus Söder ist der Ministerpräsident von Bayern und Chef von der CSU.

Kinder: Die CDU und die CSU die sind quasi eine Partei.

NDR Info Kindernachrichten: Die beiden Parteien verfolgen ähnliche Ziele und treten deshalb bei der Bundestagswahl immer gemeinsam an. Das heißt auch, dass sie sich auf einen gemeinsamen Kandidaten oder eine gemeinsame Kandidatin für das wichtige Amt des Bundeskanzlers einigen müssen. Die sogenannte "K-Frage" - also die Kanzler-Frage - ist ganz schön wichtig. Immerhin geht es dabei um eines der wichtigsten politischen Ämter in Deutschland. Und der Kanzlerkandidat ist sozusagen das Aushängeschild einer Partei. Viele Menschen in Deutschland entscheiden sich bei den Wahlen für oder gegen eine Partei, je nachdem ob sie den Spitzenkandidaten gut oder schlecht finden.

In der CDU finden viele Politikerinnen und Politiker, dass Armin Laschet der bessere Kandidat wäre. Und weil die CDU von beiden Parteien die größere ist und viel mehr Mitglieder hat, finden viele es richtig, wenn er die Aufgabe bekommen würde. Markus Söder bekommt aus der CSU viel Unterstützung. Aber auch aus der CDU.

Kinder: Söder liegt gerade vorne bei dieser einen Wahl….

NDR Info Kindernachrichten: Genauer gesagt bei Umfragen unter Wählerinnen und Wählern. Die glauben, dass Markus Söder eine bessere Figur als Kanzler abgeben würde als sein Konkurrent Armin Laschet. Viele Mitglieder der beiden Parteien haben darauf gedrängt, dass schnell eine Entscheidung fällt.

2. Schluss mit dem Durcheinander

Ein Schild mit der Aufschrift "Bitte Maske tragen!" und dem plattdeutschen Zusatz "Snutenpulli - dat mutt!" hängt an der Zufahrt zu einem Parkplatz in Dangast. © dpa-Bildfunk Foto: Hauke-Christian Dittrich
Dass eine Maske in viel besuchten Zonen und Geschäften getragen werden muss, ist bereits in ganz Deutschland ein Muss.

Kinder: Politiker haben sich für die Corona-Regeln ein neues Gesetz überlegt. Es gibt für Deutschland unterschiedliche Regeln, aber jetzt soll es einheitliche Regeln geben. Die Bundesregierung nennt das "Notbremse". Damit wollen sie erreichen, dass sich nicht noch mehr Menschen infizieren.

NDR Info Kindernachrichten: Bisher haben die 16 Bundesländer entschieden, welche Corona-Regeln jeweils in ihrem Land gelten. Es gibt zwar viele Schutzmaßnahmen, aber auch einige Öffnungen und die Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigen vielerorts wieder. Und: Die unterschiedlichen Regelungen haben viele Menschen verwirrt.

Kinder: Weil wenn man jetzt zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern wohnt und dann zum Beispiel nach Brandenburg fährt - dann gibt es da zum Beispiel ganz andere Regeln. Und dann muss man erst einmal gucken, was sind denn jetzt die richtigen Regeln.

NDR Info Kindernachrichten: Jetzt soll also für ganz Deutschland eine "Notbremse" kommen. Sie soll in Kraft treten, sobald an einem Ort ein bestimmter Wert an drei Tagen in Folge über 100 liegt: Der sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz-Wert. An dem Wert kann man erkennen, wie viele Menschen sich in den vergangenen sieben Tagen neu mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Kinder: Wenn die Inzidenzzahl über 100 steigt, wird die Kontaktperson auf einen Haushalt und eine zusätzliche Person beschränkt. Die Ausgangssperre soll auch verschärft werden. Ab einem Wert von 200 müssen dann auch die Schulen schließen.

NDR Info Kindernachrichten: Noch gilt das Gesetz nicht. Es muss erst noch endgültig beschlossen werden. Es gibt aber Kritik daran. Einige Politiker finden, diese Regeln - vor allem die nächtliche Ausgangssperre - gehen zu weit, andere finden die Regeln nicht streng genug. Einige Bundesländer wollen gar nicht erst auf die Notbremse warten und verschärfen ihre Corona-Maßnahmen schon vorher.

3. Verzichten für den Glauben

In der Dämmerung ist die Ditib-Moschee in Göttingen zu sehen. © dpa - Bildfunk Foto: Swen Pförtner
Die Moschee ist das Gebetshaus der Muslime.

NDR Info Kindernachrichten: Für viele Menschen muslimischen Glaubens hat am vergangenen Dienstag der Fastenmonat Ramadan begonnen.

Kinder: Der Ramadan geht vier Wochen lang. Der Ramadan ist ein Fest, bei dem die Menschen vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts essen. Nach dem Sonnenuntergang dürfen die so viel essen, wie sie wollen. Ich glaube die machen das, weil sie an Gott glauben.

NDR Info Kindernachrichten: "Was ist der Ramadan - und warum ist diese Zeit für Menschen islamischen Glaubens so wichtig?"  Das erklärt mein NDR-Kollege Daniel Kaiser:

"Im Fastenmonat Ramadan rühren gläubige Musliminnen und Muslime vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang kein Essen an. Und zu Trinken gibt es auch nichts. Also nicht mal ein Glas Wasser und auch keine Erdnuss. Erst abends nach Sonnenuntergang findet dann das "Iftar" statt, das ist das festliche Abendessen, zu dem sich Familie und Freunde treffen. In diesem Jahr kann aber vieles wegen Corona nicht stattfinden. Ausgenommen von der Fastenpflicht sind Reisende, Schwangere, stillende Mütter, Vorschul-Kinder, Kranke und Alte. Auch Kinder im Vorschulalter müssen beim Fasten noch nicht mitmachen.
Dass Muslime einen Monat lang fasten sollen, steht im Koran, der heiligen Schrift der Muslime. Ramadan heißt auf Deutsch "Heißer Monat". Im Monat Ramadan hat - nach islamischem Glauben - der Prophet Mohammed den Koran vom Erzengel Gabriel erhalten. Wenn die Muslime fasten, soll deutlich werden, dass die Religion einen höheren Wert hat als das tägliche Leben. Der Ramadan gilt auch als Monat der Nächstenliebe und der guten Taten.
Die Muslime richten sich nach dem islamischen Mondkalender. Da ist der Ramadan der neunte Monat. Weil das islamische Mondjahr kürzer ist, verschiebt sich der Ramadan jedes Jahr um 10 oder 11 Tage. Der Fastenmonat wandert also langsam durch die Jahreszeiten. Im Sommer ist das Fasten anstrengender, weil die Tage länger sind. Das Fasten im Ramadan gehört für Musliminnen und Muslime zu den wichtigsten Regeln. Es ist eine der fünf Säulen des Islam - neben dem Pilgern nach Mekka, den täglichen Gebetszeiten, dem Glaubensbekenntnis und dem Almosengeben."

Kinder: In unserer Schule, da gibt es einen Jungen, der das auch feiert und der feiert auch ein Süßigkeitenfest.

NDR Info Kindernachrichten: Damit wird die Fastenzeit im Islam feierlich beendet. Auf das Zuckerfest freuen sich nach der langen Zeit des Verzichts nicht nur die Kinder, sondern auch viele Erwachsene.

4. Start zu den Sternen

Die Kapsel, in der der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin zur Erde zurückgekehrt ist. © dpa Foto: Lehtikuva Oy
In dieser Kapsel ist der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin zur Erde zurückgekehrt.

Kinder: Der erste Mann im All, der war vor 60 Jahren im Weltall. Er war Russe. Das ist Juri Gagarin. Früher, da war das noch ganz unvorstellbar, dass das je möglich ist, im Weltraum zu fliegen. Und es war sehr besonders, weil man nicht wusste, ob er im Weltall sterben würde oder ob er es überleben würde. Aber er ist lebend zurückgekommen.

NDR Info Kindernachrichten: Und deswegen wurde der Kosmonaut Juri Gagarin auch gefeiert wie ein Held, als er am 12. April 1961 in knapp zwei Stunden die Welt umrundet hatte. Für Russland, das damals noch die Sowjetunion war, ein riesiger Erfolg. Dazu wollten wir von Anni, Tamino, Hedi und Hedda aus Rostock wissen: "Wenn dir jemand ein Ticket für einen Raketenausflug ins All schenken würde, wärst du dabei?"

Kind: Also, irgendwie glaube ich nicht, dass ich das machen würde, weil hab halt irgendwie Angst vor sowas.

Kind: Wenn mir jemand ein Ticket in die Hand geben würde, dass ich ins Weltall fliegen kann, würde ich es machen, obwohl ich finde, dass es ziemlich gefährlich ist. Man weiß ja nie... Aber ich würde es trotzdem machen, weil ich finde es total interessant, die Welt von oben zu sehen. Und: Ich mags auch einfach von der Luft, also in der Luft sag ich mal - so zu schweben.

Kind: Ich wäre wohl nicht dabei, weil ich weiß ja noch gar nicht, wie das ist in der Schwerelosigkeit, da müsste man ja erstmal irgendwo üben.

Kind: Ganz allein so wie Gagarin würde ich es nicht machen, aber mit einer Freundin, würde ich es machen. Wenn man dann so ganz allein oben im Weltraum wäre, wäre es vielleicht auch schön, aber dann hätte ich eher noch Angst, dass irgendwas passiert.

In dieser Woche haben Anni, Tamino, Hedi und Hedda aus verschiedenen Schulen aus Rostock in Mecklenburg-Vorpommern mitgemacht. Gesprochen hatAnina Pommerenkedie Kindernachrichten, Vanessa Kiaulehn hat mit den Kindern telefoniert hat .

Anhören und als Podcast abonnieren könnt ihr die Kindernachrichten natürlich auch. Und ihr könnt sie in Gebärdensprache anschauen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Kindernachrichten | 17.04.2021 | 11:40 Uhr