Stand: 09.04.2021 15:00 Uhr

Nachrichten für Kinder - Was diese Woche wichtig war

Die Kindernachrichten gibt es immer sonnabends bei NDR Info.
Dieses Mal geht es um diese Themen: Die Suche nach dem richtigen Weg aus der Corona-Krise geht weiter. Mit Kindern aus Hamburg haben wir darüber gesprochen, dass ein treibendes Frachtschiff vor der norwegischen Küste in Sicherheit gebracht wurde. Wir berichten darüber, dass wir durch weniger Fleischessen viel fürs Klima tun können. Außerdem unterhalten wir uns mit Schülerinnen und Schülern über das unstetige April-Wetter

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1. Lockdown und Lockerungen

Ein Band mit den Aufschriften "Abstand" sowie "Stop COVID, not communication" hängt an einem Zaun in der Innenstadt von Oldenburg. © dpa-Bildfunk Foto: Hauke-Christian Dittrich
Abstand halten ist nach wie vor ganz wichtig.

Kinder aus Hamburg: Manche Politiker sagen, dass der Lock-Down weitergeht und manche Politiker sagen, dass der Lock-Down stoppt und dann kommt ein großes Chaos.

NDR Info Kindernachrichten: Viele schütteln in diesen Tagen den Kopf über das Hin und Her bei den Vorschlägen, was gegen die Ausbreitung des Corona-Virus jetzt getan werden soll. Der CDU-Vorsitzende, er heißt Armin Laschet, hat ein ganz neues Wort ins Spiel gebracht: Einen Brücken-Lockdown müsse es jetzt geben. Mit noch mal strengeren Regeln und Kontaktverboten, so sein Vorschlag, solle die Zeit überbrückt werden, bis genügend Menschen geimpft - und dadurch vor dem Virus sicher seien. Doch diesen Vorschlag fanden nicht so viele gut, wie Laschet gehofft hatte. Stattdessen gibt es weiter viel Durcheinander.  

Kinder: In jedem Bundesland ist Corona mit einer anderen Menge und es gibt auch in jedem Bundesland mehr oder weniger Corona-Fälle. Es ist sehr verwirrend, dass sich die Regeln von einer Woche zur anderen Woche ab und zu mal ändern.

NDR Info Kindernachrichten: Den Überblick darüber zu behalten, was wo gerade erlaubt und was verboten ist, ist wirklich nicht leicht. In Schleswig-Holstein sind viele Läden offen, nebenan in Hamburg fast alle dicht. Dort gilt eine Ausgangssperre ab neun Uhr abends. Woanders in Deutschland wird draußen auf Terrassen von Restaurants wieder Essen serviert. Und im Saarland dürfen die Menschen sogar wieder ins Theater.
Viele fordern jetzt klare und einfache Regeln, die alle verstehen und die von allen auch wirklich befolgt werden. Jetzt wird überlegt, ob die  Bundesregierung in Berlin mehr für ganz Deutschland bestimmen soll  und die einzelnen Bundesländer weniger nur für ihr Gebiet.
Auch für die Schülerinnen und Schüler bei uns bleibt Corona das große Thema. Für die meisten geht bis auf weiteres das Home-Schooling weiter. Die meisten Grundschulen aber haben geöffnet. Dort soll es jetzt strengere Regeln geben, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

Kinder: An den Schulen wird gesagt, dass die Kinder Corona-Tests machen sollen und wenn sie getestet wurden und kein Corona haben, dann können sie in der Schule bleiben. Und wenn die Schüler den Corona-Virus haben, dann müssen sie in Quarantäne gehen.
An vielen Schulen werden auch Schnelltests gemacht wegen Corona, zwei- bis dreimal die Woche.
Bei uns an der Schule sollen die Corona-Tests eigentlich für die Lehrer genommen werden, aber jetzt hat unser Schulleiter gesagt, dass die an die Schüler gegeben werden sollen. Die Lehrer können sich die auch selbst kaufen. Wie das genau abläuft, weiß ich nicht, weil ich sitzt ja momentan im Homeschooling.

2. Rettungsaktion auf hoher See

Der Frachter "Eemslift Hendrika" liegt zur Seite geneigt im Wasser. © picture alliance/dpa/NTB/Redningshelikopter Florø/Hoved Foto: Redningshelikopter Florø/Hoved
Der Frachter "Eemslift Hendrika" liegt zur Seite geneigt im Wasser - er konnte von Fachleuten in Sicherheit gebracht werden.

Kinder: Im Meer gab es eine große Rettungsaktion. Da war ein Schiff und dann kam ein Sturm, der hat die Last des Schiffes zu einer Seite geschoben. Das Schiff wäre beinahe umgekippt. Es war schwer, das Schiff in Sicherheit zu bringen, weil es sehr stürmisch war.

NDR Info Kindernachrichten: Die Helfer aus Norwegen standen vor einer schwierigen Aufgabe, nachdem der Frachter in Not geraten war. Weil das Schiff zu kentern drohte, mussten sie als erstes die Besatzung retten. 

Kinder: Die Menschen mussten sich festhalten, dann wurden sie mit einer Leine hochgezogen in einen Hubschrauber. Da das Wetter sehr stürmisch war und die Wellen so hoch waren, mussten die Retter erstmal warten, bis sich das Wasser gelegt hatte, damit das Boot sicher an Land gebracht werden kann.
Das Schiff hatte Öl an Bord und wenn das Öl ausgelaufen wäre, dann hätten es den Fischen und den anderen Tieren schaden können.

NDR Info Kindernachrichten: Den Helfern gelang es aber, Seile an dem havarierten Schiff zu befestigen und es so praktisch einzufangen. Die Rettungsprofis haben es dann zu einem norwegischen Hafen gebracht und wurden dort mit Jubel empfangen.

3. Entscheidung auf dem Teller

Ein aufgeschnittenes gegrilltes Rinderfiletsteak mit rotem Kern und Gewürzen. © fotolia.com Foto: Dani Vincek
Umweltschützer sagen, dass wir durch weniger Fleischessen viel fürs Klima tun können.

Kinder: Umweltschützer sagen, es wäre besser, wenn wir weniger Fleisch essen. Wenn wir weniger Fleisch essen würden, würden wir sehr viel für das Klima tun. Viele Menschen essen zu viel Fleisch.

NDR Info Kindernachrichten: Die Umweltschutzorganisation WWF hat in dieser Woche dazu aufgerufen, das zu ändern. Wenn deutlich weniger Fleisch gekauft wird, so der WWF, gibt es weltweit auch nicht mehr die massenhafte Viehhaltung wie heute. Die trägt nach den Worten der Naturschützer erheblich zur Erwärmung der Erdatmosphäre und damit zum Klimawandel bei. 

Kinder: Wenn man Fleisch herstellen möchte, dann braucht man ja Tiere, so wie die Rinder und die strömen Co2 aus. Und das ist für die Umwelt schlecht.

NDR Info Kindernachrichten: Tatsächlich kommen schädliche Gase aus dem Maul und aus dem Po von Rindern. Durch das Pupsen und Rülpsen von Millionen Rindern weltweit, kommen riesige Mengen des klimaschädlichen Gases CO2 zusammen. Die massenhafte Viehhaltung führt noch zu weiteren Umweltproblemen. Der WWF sagt, es würde schon helfen, wenn die Menschen seltener Fleisch essen.

Kinder: Man könnte anstatt Wurst und Fleisch zum Beispiel Gemüsewürstchen essen. Man könnte statt Fleisch auch Salat essen - oder gleich vegetarisch essen, oder weniger Fleisch essen. Man könnte auch eventuell das Fleisch teurer machen, damit nicht immer so viele nach Fleisch greifen.

4. Typisch April

Narzissen im Schnee © NDR Foto: Ralph-Ingo Unger aus Warin
Erst war es sonnig und warum, darum blühen schon viele Blumen, dann hat es aber wieder geschneit und wurde sehr kalt.

Kinder: Es ist typisches Aprilwetter. Es gab immer wieder Regenschauer, Hagel und es war kalt. Ich habe jetzt auch wieder die Winterjacke herausgeholt. Die Leute wollen, dass es wärmer wird und die Sonne scheint, aber wie wir sehen, gibt es keine Sonne, weil es die ganze Zeit grau ist und es ist wölkig. Ja! Wölkig. April, April, der macht was er will.

NDR Info Kindernachrichten: Übrigens bleibt es bei uns im Norden vorerst ungemütlich und - ja! - wölkig. Was für ein schönes, treffendes Wort. Wir haben die Kinder der fünften Klassen der Stadtteilschule in Meiendorf in Hamburg gefragt: Lasst ihr euch durch das Aprilwetter die Stimmung vermiesen?

Kind: Ja, das hat mich genervt, weil es geschneit hat und wir konnten eben nicht raus.

Kind: Ich hätte Ostern auch schon gerne nicht in der Kälte Ostereier oder Geschenke gesucht. Aber man kann man kann ja für das Wetter nichts.

Kind: Ich lasse mir meine Stimmung nicht verderben, weil ich sehr viel bastel, wenn es schlechtes Wetter ist.

Kind: Ich finde das Wetter abwechslungsreich, ich finde es lustig und ich konnte aus den Hagelkörnern auch noch einen Schneemann bauen, das fand ich sehr cool. 

In dieser Woche haben Björn, Nele, Charlotte und Lena aus daus der 5. Klasse der Stadtteilschule Meiendorf in Hamburg mitgemacht. Gesprochen hat Jörgpeter von Clarenaudie Kindernachrichten, Ines Kaffka hat mit den Kindern telefoniert hat .

Anhören und als Podcast abonnieren könnt ihr die Kindernachrichten natürlich auch. Und ihr könnt sie in Gebärdensprache anschauen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Kindernachrichten | 10.04.2021 | 11:40 Uhr