Das Forum

Demokratie, Polizeistaat und Arabischer Frühling 2.0?

Sonntag, 20. Dezember 2020, 12:35 bis 13:00 Uhr, NDR Info

Proteste gegen die Regierung in Algier. © dpa picture alliance Foto: Farouk Batiche

Was von der Revolution in Nordafrika blieb
Ein Feature von Dunja Sadaqi

Massenproteste gegen die algerische Regierung in Algier. © dpa picture alliance Foto: Matrixpictures
Vor allem in Algerien protestieren die Menschen seit 2019 für mehr Demokratie.

Vor zehn Jahren erschütterte der Tod eines Mannes eine ganze Region: Damals verbrannte sich der tunesische Gemüsehändler Mohamed Bouazizi selbst - aus Protest gegen die Willkür des Staates. Er wurde damit unwissentlich zum Märtyrer und löste in Tunesien Massendemonstrationen aus, die zu einer Revolution führten. Der sogenannte „Arabische Frühling“ verbreitete sich wie ein Virus und nicht nur in Nordafrika.

Und heute? Tunesien befindet sich nach dem Sturz von Langzeit-Präsident Ben Ali jetzt auf einem steinigen Weg zur Demokratie. In den Nachbarstaaten sieht es weniger rosig aus. Das Königreich Marokko gilt als verlässlicher EU-Partner bei der Migration, doch agiert es immer autoritärer gegen alle, die das Regime kritisieren. In Afrikas größtem Flächenstaat Algerien schließlich konnte eine neue breite Massenprotestbewegung Langzeit-Machthaber Bouteflika loswerden. Doch die Corona-Pandemie kam dem Regime gerade recht, um weitere Proteste zu unterbinden.

Was ist geblieben von der Wut in den Straßen und dem Willen zum Umbruch? Ein Blick nach Marokko, Algerien und Tunesien.

Eine gezeichnete Weltkarte. © fotolia.com Foto: zagandesign

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