Stand: 08.01.2020 17:38 Uhr

Bürgerschaftswahl: Hunderte Wahlhelfer gesucht

Für die Hamburger Bürgerschaftswahl am 23. Februar sucht das Landeswahlamt noch viele Hundert Wahlhelfer und Wahlhelferinnen. Das teilte am Mittwoch - etwas mehr als sechs Wochen vor der Wahl - Landeswahlleiter Oliver Rudolf mit.

Etwa 2.000 fehlen noch

In diesem Jahr sind insgesamt etwa 1,3 Millionen Hamburger und Hamburgerinnen wahlberechtigt und können ihre zehn Kreuze auf dem Wahlzettel machen - 30.000 mehr als noch 2015. Um die Stimmen in den knapp 1.300 Wahllokalen auszuzählen, werden ungefähr 14.000 Wahlhelfer und Wahlhelferinnen benötigt, 2.000 fehlen noch.

Den Job des Wahlhelfers könne fast jeder übernehmen, sagte Landeswahlleiter Oliver Rudolf am Mittwoch. "Man sollte gewissenhaft arbeiten wollen und Spaß daran haben, gemeinsam mit anderen für die Demokratie zu wirken."

Aufwandsentschädigung für Wahlhelfer

Wahlhelferin oder Wahlhelfer kann werden, wer für die Wahl selbst auch wahlberechtigt ist. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wer sich für das Amt interessiert, kann sich auf der Homepage des Landeswahlamtes bewerben. Wahlhelferinnnen oder Wahlhelfer erhalten eine Aufwandsentschädigung. Diese beträgt zusammengerechnet für beide Tage - den 23. und 24. Februar - für die Leitung des Wahllokals 180 Euro. Die Stellvertretung erhält 155 Euro und Beisitzende 130 Euro. Für einen Briefwahlvorstand werden 170 Euro gezahlt, deren Stellvertretung bekommt 145 Euro und die Beisitzenden 130 Euro.

Je schneller die Helfer und Helferinnen am 23. Februar zählen, desto früher gibt es am Abend ein vorläufiges Wahlergebnis - das die politischen Mehrheitsverhältnisse in der Bürgerschaft abbildet. Die Wahlkreise werden erst am Montag ausgezählt.

VIDEO: Darum geht's: Hamburgische Bürgerschaft (3 Min)

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.01.2020 | 17:00 Uhr

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