Zwei junge Reisende mit ihren Koffern am Hamburger Flughafen. © imago images/Nikita Foto: imago images/Nikita

Hostelkette klagt gegen Beherbergungsverbot in Hamburg

Stand: 19.10.2020 13:23 Uhr

In Hamburg klagt nun auch ein Hostelbetreiber gegen das Beherbergungsverbot von Gästen aus Corona-Risikogebieten. Die Berliner a&o-Hostel-Kette ist vors Oberverwaltungsgericht gezogen.

a&o-Geschäftsführer Oliver Winter ist optimistisch, dass das Beherbergungsverbot auch in Hamburg fällt. Er verweist darauf, dass im eigenen Betrieb und der gesamten Hotelbranche Hygienekonzepte umgesetzt würden. In Hamburg gibt es vier a&o-Hostels, unter anderem am Hauptbahnhof und auf der Reeperbahn. Der Anwalt der Kette sagt, das Verbot sei für Hotels und Gäste schlichtweg nicht umsetzbar.

Klage von zwei Touristen abgewiesen

Hamburgs Hotel- und Gaststättenverband hatte den Senat bereits aufgefordert, das Verbot aufzuheben. Am Freitag hatte das Oberverwaltungsgericht eine Klage von zwei Touristen aus Köln abgewiesen, die in einem Hamburger Hotel einchecken wollten. Das geht laut Eindämmungsverordnung derzeit nur, wenn Reisende aus Risikogebieten einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

In mehreren Bundesländern, darunter Niedersachsen, haben Gerichte das Beherbergungsverbot bereits gekippt. In Mecklenburg-Vorpommern läuft es am Mittwoch aus. Über die Regelung in Schleswig-Holstein verhandelt sogar das Bundesverfassungsgericht, nachdem eine Familie aus Tübingen dort einen Eilantrag eingereicht hat.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.10.2020 | 15:00 Uhr

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