Ein mobiler Luftreiniger in einer Grundschule in Hamburg-Kirchdorf.

Corona und Unterricht: Schule kauft mobilen Luftreiniger

Stand: 01.11.2020 20:27 Uhr

Eine Grundschule in Hamburg-Kirchdorf hat einen mobilen Luftreiniger angeschafft, damit in einem Raum weiter unterrichtet werden kann, der wegen des Corona-Hygiene-Konzepts sonst nicht nutzbar wäre.

Schulleiter Christian Gronwald von der Grundschule Kirchdorf Schule hat gehandelt :"Das ist unser Matheraum. Und wir haben ein neues Gerät uns angeschafft." Ein Luftreinigungsgerät. Dafür dürfen Schulen Fördermittel beantragen. Das kann dauern - also handelt er jetzt. "Ich habe im Netz geguckt, was wird angeboten. Dieses Gerät hat einen hohen Luftaustausch. Und zusätzlich wird die Virenlast, die aufgesaugt wird, regelmäßig dekontaminiert durch Erhitzung. Es ist ein leichter Luftzug, der praktisch nach oben strömt."

Ohne Luftreiniger kein Mathe-Fachraum

Ohne Gerät hätte Christian Gronwald ein Problem. Der Fachraum - Mathe für alle Grundschulklassen - dank Corona wäre der geschlossen. Das Hygiene-Konzept verlangt: Immer wenn eine Klasse drinnen war, dann muss kräftig durchgelüftet werden. Auf der einen Seite des Raumes gibt es schön große Fenster. Aber auf der anderen gibt es keine Fenster. "Das heißt, es gibt keinen richtigen Austausch der Luft", so Gronwald.

Das Gerät stört nicht

Sein neues Gerät ist mobil. Geld gibt es aber nur für festeingebaute Anlagen. Das hätte dann ja noch länger gedauert, denn man man muss einen Bauantrag und einbaut werden müssen die Anlagen ja auch noch. Christian Gronwald, sagt: "Als ich das Gerät angestellt habe, zum allerersten Mal, und dann nach einer Stunde wieder kam, hatte ich schon das Gefühl, irgendwie ist die Luft hier klarer und sauberer. Es ist einfach ein kleines Hintergrundgeräusch. Die Kinder arbeiten hier auch, die laufen rum und holen sich Sachen raus. Sprechen miteinander. Und da ist das Gerät überhaupt nicht störend."

Mehr Sicherheit für alle

Mehr Sicherheit für Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonal. Das rechnet sich. "Dementsprechend muss man auf andere Anschaffungen verzichten. Aber wir haben entschieden, dass wir hier im Matheraum arbeiten wollen. Und deswegen haben wir uns auch entschieden das auch zu kaufen", so Gronwald. Das eine Gerät reicht erstmal. Als nächstes kauft Gronwald lieber Decken und Kissen, damit auch in den besser belüfteten Räumen an seiner Schule kein Kind frieren muss.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.11.2020 | 19:30 Uhr

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