Stand: 22.03.2018 19:21 Uhr

Zerstörte Haspa-Filiale: Abriss und Neubau

So soll die neue Haspa-Filiale am Schulterblatt aussehen.

Die Hamburger Sparkasse (Haspa) will ihre bei den Ausschreitungen während des G20-Gipfels zerstörte Filiale im Schanzenviertel abreißen und an gleicher Stelle im Mai 2019 wieder eröffnen. "Wir werden auf jeden Fall wiederkommen. Wir bauen das gesamte Gebäude neu, weil es ein wirtschaftlicher Totalschaden war", sagte Haspa-Regionalleiter Detlef Rüter am Donnerstag bei der Vorstellung der Pläne vor etwa 30 Anwohnern. Der Schaden belaufe sich auf mehr als eine Million Euro. Ob die Versicherung der Sparkasse zahle, sei noch nicht abschließend geklärt.

Abriss beginnt nach Ostern

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Die Haspa-Filiale am Schulterblatt wurde während des G20-Gipfels zerstört.

Mit dem Abriss des zweistöckigen Gebäudes am Schulterblatt / Ecke Juliusstraße soll nach Ostern begonnen werden, sagte Rüter. Im Mai werde die Baugrube ausgehoben, im Oktober das Richtfest gefeiert und dann ab Anfang kommenden Jahres der Innenausbau begonnen.

Noch hat die Haspa keine Baugenehmigung, wollte ihre Kunden aber trotzdem vorab informieren. Rund um das Gebäude wurde bereits ein Bauzaun errichtet, der in den kommenden Wochen von dem Street-Art-Künstler Ray de la Cruz und Jugendlichen aus der Nachbarschaft mit Graffiti verschönert werden soll. Zudem will die Sparkasse ihnen eine "Möglichkeit geben, legal sprayen zu dürfen", sagt Filialleiter Nico Heidmann.

Neues Gebäude soll fünf Stockwerke haben

Das neue Gebäude soll sich über insgesamt fünf Stockwerke erstrecken. Ins Erdgeschoss zieht dann wieder die Haspa ein, mit einer modernen Filiale, die auch als Nachbarschaftstreff konzipiert ist. Darüber sind Büroflächen für die Bank geplant. Außerdem wird voraussichtlich das benachbarte "Jesus-Center" dort Räume nutzen. Zudem soll es vier Sozialwohnungen in dem neuen Gebäude geben. Das Untergeschoss soll weiter für Schließfächer zur Verfügung stehen, die dank eines Fahrstuhls auch barrierefrei zugänglich sein sollen. Vereine und Unternehmen sollen zudem Räume nach Feierabend für Lesungen, Konzerte oder Vorträge nutzen können.

Außenfassade: Viel Glas und naturbelassene Materialien

Die Außenfassade soll nach den Vorstellungen der Architekten fast
vollständig verglast und mit weitgehend naturbelassenen Materialien
verbaut werden. Außen wird es weiterhin vier Geldautomaten geben. Um
die Filiale vor künftigen Angriffen zu schützen, sollen im
Erdgeschoss Jalousien angebracht und damit ein Eindringen verhindert
werden.

Übergangsfiliale bleibt bis Neueröffnung

Am Rande des G20-Gipfels waren Kriminelle in die Haspa-Filiale eingebrochen und hatten Feuer gelegt. Die Übergangsfiliale schräg gegenüber soll bestehen bleiben bis der Neubau fertig ist.

Die Haspa will den Standort Schanzenviertel nicht aufgeben, obwohl dort die Filiale immer wieder Ziel von Attacken ist. Rund 9.000 Anwohner haben dort ihr eigenes Konto.

 

Weitere Informationen

G20-Gipfel in Hamburg

Der G20-Gipfel 2017 fand am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg statt. Im Dossier finden Sie News, Videos, Bilderstrecken und Reaktionen auf das Gipfeltreffen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.03.2018 | 16:00 Uhr

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