Stand: 15.02.2019 18:00 Uhr

Westhagemann: A7-Deckel in Schnelsen bald komplett

Der Autobahndeckel in Hamburg-Schnelsen soll am übernächsten Wochenende komplett geschlossen werden. Das kündigte Hamburgs Verkehrs- und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) bei seiner 100-Tage-Bilanz im Gespräch mit NDR 90,3 und dem Hamburg Journal an. Zudem stellte er sich gegen Pläne der Grünen, die S-Bahn als Stadt selbst zu betreiben.

Der Hamburger Wirtschaftssenator Westhagemann.

Wirtschaftssenator Westhagemann zieht Bilanz

Hamburg Journal -

Straßenverkehr, Hafen, Elbvertiefung: Der parteilose Wirtschaftssenator Michael Westhagemann hat reichlich zu tun. Sylvia Burian spricht mit ihm über seine ersten 100 Tage.

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Für die Anwohner in Schnelsen haben vier Jahrzehnte Verkehrs- und Baulärm in acht Tagen ein Ende, wenn das letzte Stück des Deckels fertig wird. Nachdem bereits im vergangenen Sommer die Weströhre des Tunnels in Schnelsen fertig wurde, verschwindet nun auch die Fahrbahn Richtung Norden komplett unter dem Deckel. Ein Meilenstein, sagte Westhagemann: "Dann hört man da bestimmt die Vögel über dem Dach, dann haben wir da auch Ruhe, man wird weniger mitbekommen. Das ist ein wichtiger Schritt."

Zweite Röhre soll zum Jahreswechsel freigegeben werden

Anschließend beginnt der Innenausbau des knapp 600 Meter langen Tunnels. Zum Jahreswechsel, so die jetzige Planung, wird auch die zweite Röhre freigegeben. Autos und Lastwagen haben dann drei Spuren je Richtung.

Baustellenhotline ab Mai

Ein anderes Projekt, um Staus zu vermeiden, beginnt im Mai. Dann wird unter der Nummer 115 eine Baustellenhotline eingerichtet. "Ich hab mir eigentlich auch mal vorgenommen, mal den Hörer selbst abzuheben." Etwas Vergleichbares gibt es bislang nur in Berlin. Dort hat die Stadt eine Baustellen-App entwickeln lassen.

Westhagemann gegen S-Bahn-Pläne der Grünen

Weiterhin erklärte Westhagemann im Gespräch mit NDR 90,3, dass er es für keine gute Idee halte, die S-Bahn als Stadt künftig selbst zu betreiben, wie es die Grünen vorgeschlagen hatten. Westhagemann räumte ein, dass es ab und zu Probleme mit der S-Bahn gebe. Besonders, wenn Züge ausfallen oder zu spät kommen: "Aber jetzt eine Diskussion zu führen, ob das besser in städtischer Hand sein sollte, das halte ich für nicht richtig", sagte der Verkehrssenator. "Ich glaube, auch die S-Bahn-Verantwortlichen machen ihren bestmöglichen Job." Wo man sich nicht wohlfühle, müsse man mit den Verantwortlichen reden.

Senator lobt seine Behörde

Zudem reagierte Westhagemann auch auf Spekulationen, dass die Grünen nach der Bürgerschaftswahl in einem Jahr die Wirtschaftsbehörde für sich beanspruchen könnten: "Natürlich würde ich gerne bleiben wollen." Das hänge zwar auch von dem Job ab, den er nun mit seiner Behörde mache, "aber mein Eindruck ist, ich habe eine super Behörde an meiner Seite." Er sei gerne Senator, weil er dabei viel bewegen könne, sagte Westhagemann nach 100 Tagen im Amt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.02.2019 | 17:00 Uhr

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