Stand: 24.03.2019 20:45 Uhr

Weinberg soll CDU-Spitzenkandidat werden

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Die Hamburger CDU will mit Marcus Weinberg als Spitzenkandidat in die Bürgerschaftswahl gehen.

Die Führung der Hamburger will mit Marcus Weinberg als Bürgermeisterkandidat in die Bürgerschaftswahl im Februar des kommenden Jahres ziehen. Sie hätten den Altonaer Bundestagsabgeordneten dem Landesvorstand vorgeschlagen, sagten der Landesvorsitzende Roland Heintze und Fraktionschef André Trepoll am Sonntag. Dieser habe den Vorschlag einstimmig bestätigt. Damit ist die monatelange Spitzenkandidatensuche der CDU beendet. Ein Parteitag muss der Nominierung Weinbergs aber noch zustimmen.

Weinberg: "Ich will Brücken bauen"

Er sei überzeugt, dass Weinberg der Richtige sei, "die Stadt aus ihrem politischen Stillstand herauszuführen", sagte Heintze. Trepoll bezeichnete das Rennen als offen. Hamburg brauche eine "politische Kraft, die Wirtschaft und Finanzen versteht und Arbeitsplätze schafft". Weinberg versprach: "Ich will Brücken bauen über alle politischen und gesellschaftlichen Gräben hinweg."

Wirtschaft, Stadtentwicklung, Sicherheit

"Das Thema Wirtschaft/Wachstum wird eine große Rolle spielen", sagte Weinberg. Außerdem werde eine nachhaltige Stadtentwicklung wichtig, die dafür sorgen müsse, "dass die Menschen auch in 50 Jahren noch eine liebenswerte Stadt haben". Weitere Themen seien Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und Bildung, die "das Brot der modernen Gesellschaft" sei. Vor einer offenen Diskussion über die Struktur müsse die Qualität der Bildung verbessert werden. "Das Thema der Zukunft ist die Qualitätssteigerung." Der rot-grüne Senat sei ideen- und konzeptlos. Weinberg will jetzt Vertrauen zurückgewinnen.

Neue Machtoptionen

Weinberg könnte der CDU eine Machtoption geben, denn als Vertreter des liberalen Flügels steht er möglicherweise für eine Jamaika-Koalition oder eine Große Koalition zur Verfügung. Bei der vergangenen Bürgerschaftswahl kam die Hamburger CDU auf lediglich 15,9 Prozent der Wählerstimmen.

Marcus Weinberg (CDU) im Studio des Hamburg Journal.

Weinberg: "Ich fühle mich nicht als Notlösung"

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Hamburg Journal Moderatorin Julia-Niharika Sen begrüßt Marcus Weinberg, den designierten Spitzenkandidaten der CDU für die Bürgerschaftswahl, im Studio zum Interview.

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Lange Suche nach Özkan-Absage

Die Suche nach einem oder einer CDU-Kandidatin beschäftigte Heintze und Trepoll bereits seit Monaten. Die im August vergangenen Jahres präsentierte Wunschkandidatin, die frühere niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan, hatte im Oktober krankheitsbeding abgesagt.

Unterstützung von Kramp-Karrenbauer

Die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer unterstützte den beabsichtigten Wechsel. "In Hamburg geht es um konkrete Antworten auf Alltagsprobleme wie Wohnen, Mobilität und Sicherheit", erklärte sie. Als familienpolitischer Sprecher wisse Weinberg aber auch, "wie wichtig die Unterstützung bei der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Verbesserung von Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen oder die Förderung des bürgerlichen Engagements für seine Heimatstadt sind".

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.03.2019 | 19:30 Uhr

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