Stand: 19.08.2018 10:51 Uhr

Was ist der Mietenspiegel?

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Wie hoch sind die Mieten in Hamburg? Mithilfe des Mietenspiegels kann man sich orientieren.

Seit 1976 wird der Hamburger Mietenspiegel alle zwei Jahre erhoben. Er gibt einen Überblick über die ortsübliche Vergleichsmiete für frei finanzierte Wohnungen jeweils vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage. Nach den gesetzlichen Vorgaben werden nur Mieten berücksichtigt, die in den vergangenen vier Jahren neu vereinbart oder angepasst wurden und keinerlei Preisbindung unterliegen.

Von der Stadtentwicklungsbehörde erstellt

Der Mietenspiegel wird von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen erstellt. Dabei wird sie von einem Arbeitskreis unterstützt, dem unter anderem Vertreter von Mieter- und Vermieterorganisationen sowie von Gerichten angehören. Grundlage ist eine repräsentative Datenerhebung von F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH. Mit dem Hamburger Mietenspiegel erhalten Interessierte eine Übersicht über die ortsüblichen Vergleichsmieten für rund 540.000 Wohnungen in Hamburg.

Nicht alle Wohnungen berücksichtigt

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Der Hamburger Mietenspiegel

Der Hamburger Mietenspiegel gibt eine Übersicht über die ortsüblichen Vergleichsmieten. Weitere Details gibt es auf der Seite der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. extern

Im Mietenspiegel werden jedoch nicht alle Wohnungen berücksichtigt, sondern nur die frei finanzierten. Nicht anwendbar ist der Mietenspiegel auf Wohnungen, bei denen die Miethöhe durch Gesetz oder im Zusammenhang mit einer Förderzusage festgelegt ist, zum Beispiel Sozialwohnungen oder sonstige mit öffentlichen Mitteln geförderte Wohnungen. Außerdem gibt es weitere Einschränkungen. Nicht berücksichtigt werden zum Beispiel Mieten für Wohnungen ohne WC oder im Kellergeschoss, in vermieteten Ein- und Zwei-Familienhäusern, mit vermietetem Mobiliar oder Wohnungen, die erst nach einem bestimmten Stichtag bezugsfertig geworden sind.

Orientierung für Vertragsparteien

Auf Grundlage des Mietenspiegels können sich die Vertragsparteien bei bestehenden Mietverhältnissen in einem fairen Ausgleich einigen, ohne selbst Vergleichsobjekte ermitteln zu müssen oder erhebliche Kosten für Gutachten aufzuwenden. Seit Einführung der sogenannten Mietpreisbremse ist die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete auch für Neuvermietungen von Bedeutung. Auch hier gibt der Mietenspiegel Orientierung.

Weitere Informationen

Hamburg erlässt Mietpreisbremse erneut

Der Hamburger Senat hat seine Mietpreisbremse neu erlassen. Zuvor hatte ein Gericht die Verordnung aus dem Jahr 2015 aus formellen Gründen für nicht anwendbar erklärt. (04.07.2017) mehr

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.08.2018 | 12:00 Uhr

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